Untersuchung läuft

Quecksilber-Alarm: DHL-Zentrum abgeriegelt

Gelbes DHL Express-Logo mit Slogan an einer Gebäudefassade in Wien.
© APA/HANS KLAUS TECHT
Nach einem Quecksilber-Verdacht ist ein DHL-Logistikzentrum in Leizen (Deutschland) am Dienstag abgeriegelt worden. Mindestens drei kontaminierte Pakete sollen entdeckt worden sein.
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Gegen 18 Uhr rückten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in dem Gewerbegebiet in Leizen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte an. In dem Depot waren Rückstände einer verdächtigen Substanz entdeckt worden. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um hochgiftiges Quecksilber. Das gesamte Betriebsgelände wurde daraufhin geräumt.

Spezialkräfte im Großeinsatz

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sagte gegenüber "Bild": "Seit 18 Uhr läuft ein Großeinsatz." Spezialkräfte untersuchen das Gelände in Schutzkleidung. Mindestens drei kontaminierte Pakete wurden inzwischen offenbar entdeckt.

Gleichzeitig besteht die Sorge, dass weitere vergiftete Sendungen bereits per Post verschickt wurden. Möglicherweise könnten sich weitere Gift-Pakete im Postnetz befinden.

Zwei Frauen im Krankenhaus

Bereits in der vergangenen Woche hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Am Freitag wurden zwei Frauen im Alter von 19 und 28 Jahren im rund 70 Kilometer entfernten Neustadt-Glewe im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit Übelkeit und Kopfschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Beim Öffnen eines Blumenpakets war eine silbrige Flüssigkeit ausgetreten. Die Polizei bestätigte später den Fund von Quecksilber.

Ermittler prüfen Zusammenhang

Ob zwischen der Sendung in Neustadt-Glewe und dem aktuellen Fund im Verteilerzentrum Leizen ein direkter Zusammenhang besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Spezialkräfte untersuchen die DHL-Halle weiterhin unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.

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