Momentaufnahme

NÖ-Studie: Kinder-Allergien ändern sich oft

Wenn die Allergie das Kind trifft.
© Getty Images
Eine Studie mit Beteiligung der Karl Landsteiner Privatuniversität aus Krems zeigt, dass sich Nahrungsmittelsensibilisierungen in den ersten fünf Lebensjahren dynamisch verändern.
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Während Erdnuss-Sensibilisierungen meist früh auftreten und bleiben, entwickeln sich Reaktionen gegen Baumnüsse oft erst später.

Prof. Thomas Eiwegger vom Universitätsklinikum St. Pölten erklärt dazu: "Gerade bei kleinen Kindern ist ein positiver Allergietest zunächst einmal eine Momentaufnahme. Für die weitere Einschätzung müssen wir wissen, ob eine Sensibilisierung bestehen bleibt, wieder verschwindet oder erst später auftritt."

Entscheidendes Wissen für Behandlungen

Für die Studie wurden Daten von 500 kanadischen Mutter-Kind-Paaren analysiert. Mit einem Jahr wiesen 25,3 Prozent der Kinder eine IgE-Sensibilisierung auf (häufig gegen Ei und Erdnuss). Mit fünf Jahren stieg der Anteil auf 40,4 Prozent, wobei neben Erdnüssen und Baumnüssen auch Umweltallergene relevanter wurden.

Bemerkenswert ist, dass bei etwa einem Viertel der Kinder Sensibilisierungen gegen sogenannte 2S-Albumine – wichtige Marker für potenziell schwere allergische Reaktionen – wieder verschwanden. Dieses Wissen über zeitliche Verläufe ist entscheidend für Behandlungen wie die orale Immuntherapie. Die Forschenden betonen jedoch, dass eine reine Sensibilisierung nicht zwingend einer klinischen Allergie entspricht. Da keine Provokationstests stattfanden, bedeutet ein Rückgang der Werte nicht automatisch den Verlust einer echten Nahrungsmittelallergie.

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