Bis 30. Juni müssen Nationalratsabgeordnete ihre Nebeneinkünfte für das Vorjahr offenlegen. 175 von 183 Mandataren sind dem bereits nachgekommen. oe24 hat die Zahlen für 2025 ausgewertet.
Das Ergebnis: Wie schon im Vorjahr hat die FPÖ die meisten Spitzenverdiener in ihren Reihen. Neun Mandatare fallen in die höchste Einkommenskategorie, verdienen also neben ihrem staatlichen Salär von rund 10.350 Euro noch zusätzlich 12.000 Euro pro Monat. Im Vorjahr waren es noch sieben, also zwei weniger.
Neu bei den Spitzenverdienern sind nämlich die FPÖ-Generalsekretäre Michael Schnedlitz und Christian Hafenecker. Beide sind aber auch privatwirtschaftlich tätig. (Anmerkung: Hafenecker hatte ursprünglich bereits für 2026 Kategorie 5 ohne privatwirtschaftliche Tätigkeiten angegeben. Das dürfte allerdings ein Versehen gewesen sein und wurde ausgebessert.)
Die Generalsekretäre von anderen Parteien, etwa Nico Marchetti (ÖVP) oder Douglas Hoyos (NEOS), verdienen zwischen 4.001 bis 8.000 Euro.
Die FPÖ hält gegenüber oe24 allerdings fest, dass ein Vergleich nicht "standhaft" sei. Marchetti sei etwa Berufspolitiker, während Schnedlitz auch Einnahmen aus dem seit mehreren Generationen bestehenden Bio-Bauernhof erziele. Die Kosten des Hofes werden dabei nicht in Abzug gebracht. Auch Hafenecker sei privatwirtschaftlich tätig. "Es gibt nichts Verwerfliches an einer erfolgreichen wirtschaftlichen Tätigkeit auch außerhalb und ohne jeglichen Zusammenhang mit der Politik", so die FPÖ.
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Die zweitmeisten Spitzenverdiener haben übrigens die NEOS. Zwei Abgeordnete verdienen hier über 12.000 Euro zusätzlich. Dahinter folgt die SPÖ, die heuer nur noch einen Mandatar in der höchsten Einkommenskategorie hat. Die Gewerkschafterin Barbara Teiber ist nämlich in die Einkommenskategorie 4 abgerutscht und verdient so "nur" mehr 8.001 bis 12.000 Euro.
Die ÖVP hat bisher noch keinen Mandatar, der über 12.000 Euro verdient eingemeldet. Der Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger (ÖVP) hat seine Zahlen für 2025 aber noch nicht offengelegt. 2024 war er jedenfalls noch in der höchsten Einkommenskategorie.
Auch im Durchschnitt hat die FPÖ die höchsten Nebenverdienste. Ein Freiheitlicher fällt im Schnitt in die (fiktive) Einkommenskategorie 2,26. Dahinter folgt die ÖVP mit einem Durchschnitt von 2,18, danach die NEOS mit 1,94 sowie die SPÖ mit 1,85. Traditionell weit abgeschlagen liegen die Grünen mit 0,44. Die kleinste Partei im Parlament hat auch keinen einzigen Abgeordneten, der über 4.000 Euro verdient, also in eine höhere Kategorie als 2 fällt.
Die ganze Liste:
Über 12.000 Euro verdienen:
Freiberufler sowie Manager sind bei den Top-Verdienern übrigens in der Mehrheit. Harald Stefan und Volker Reifenberger sind etwa Notare, Christian Ragger ist Rechtsanwalt, Gerhard Kaniak Apotheker. Unternehmer bzw. Manager sind Maximilian Weinzierl, Arnold Schiefer, sowie Karin Doppelbauer. Christoph Pramhofer ist Banker.
Norbert Nemeth ist Klubdirektor der FPÖ, Franz Jantscher Gewerkschafter.
Zwischen 8.001 und 12.000 Euro verdienen:
Zwischen 4.001 und 8.000 Euro verdienen:
Zwischen 1.151 und 4.000 Euro verdienen:
Zwischen 1 bis 1.150 Euro verdienen:
Keine Nebenverdienste haben
Noch nicht eingereicht haben:
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