Erste Bank Open

Nach Sinner-Aus: Jetzt angelt Wien nach Djokovic

In Peking gewann Djokovic seinen 102. ATP-Titel.
© Getty Images
Mit dem verletzungsbedingten Saison-Aus von Jannik Sinner verloren die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle (24. Oktober bis 1. November) den Superstar. Doch im Hintergrund läuft ein Sensations-Plan.
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Mit Sinner kam dem Klassiker in der Stadthalle der Topstar abhanden. Dabei hatte der Südtiroler, der sich im Vorjahrs-Finale gegen Alexander Zverev mit 3:6, 6:3 und 7:5 durchgesetzt hatte, Turnierdirektor Herwig Straka bereits im Sommer eine fixe Zusage erteilt.

Doch auch ohne Sinner wird das Stadthallen-Turnier ein Hit: Mit Alexander Zverev (GER/ATP-Nr. 2), Daniil Medvedev (RUS/5), Flavio Cobolli (ITA/7), Frances Tiafoe (USA/8) und Peking-Finalist Alex de Minaur (AUS/9) schlagen noch immer fünf Top-10-Spieler beim größten heimischen Tennis-Event auf.

"Habe mich mit Djokovic in Peking getroffen"

Und vielleicht sogar ein sechster. Wie Straka auf oe24-Anfrage bestätigt, laufen im Hintergrund Gespräche mit Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic. "Ich habe Novak in Peking getroffen. Als verantwortungsvoller Turnierdirektor musst du bei ihm anfragen", so der heimische Top-Tennismacher. Der 39-jährige Serbe, der am Montag mit dem 7. Sieg in Peking (bei 34:0 gewonnenen Matches) Tennisgeschichte schrieb, habe prinzipielles Interesse gezeigt. "Aber er trifft seine Entscheidungen sehr kurzfristig," hofft Straka noch auf eine Zusage: "Eine Mini Chance besteht jedenfalls."

Djokovic-Ziele ATP-Finals & Turniersieg-Rekord

Durch Sinners Saison-Aus rückt Djokovic im "Race" um die acht Plätze bei den ATP-Finals in Turin an die 8. Stelle vor und hat damit weniger Druck, Punkte für das prestigeträchtige Saisonfinale zu sammeln. Sein erster Verfolger ist der der Australier Alex de Minaur, der im Peking-Endspiel verletzt gegen Djokovic aufgegeben hatte.

Eine weitere Motivation für den "Joker", in Wien zu spielen, könnte seine aktuelle Form sein, mit der er in Peking seinen 102. ATP-Titel gewann. Damit fehlen dem 39-Jährigen nur mehr sieben Titel auf den Allzeit-Rekord von US-Legende Jimmy Connors, dessen 109 Titel lange als unerreichbar galten. Das Stadthallen-Turnier wäre für Djokovic ein halbes Heimspiel. Bei seinem Wien-Sieg 2007 hatte der damals 20-jährige Serbe Begeisterungsstürme ausgelöst. 2020 hatte er überraschend gegen Lorenzo Sonego verloren.

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