Bis zu 6 Monate

Nach Schlammschlacht: Ronaldo droht Hammer-Sperre

Ronaldo droht nach seinem vorzeitigen Abgang aus dem Teamcamp eine Sperre von bis zu sechs Monaten.
© Getty Images
Teamchef-Streit, Abgang, Instagram-Abrechnung – jetzt könnte Cristiano Ronaldo richtig teuer dafür bezahlen. Dem Superstar droht eine Sperre von bis zu sechs Monaten.
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Bei Cristiano Ronaldo geht es selten um kleine Schlagzeilen – und diesmal könnte es für den Superstar richtig unangenehm werden. Bis zu sechs Monate Sperre stehen im Raum. Nach Informationen der portugiesischen Zeitung A Bola droht dem 41-Jährigen wegen seines vorzeitigen Abgangs aus dem Nationalteam-Camp eine Zwangspause von einem bis sechs Monaten. Dazu könnte eine Geldstrafe von 500 bis 1000 Euro kommen. Für Ronaldo kaum mehr als Kleingeld – die mögliche Sperre wäre dagegen ein ganz anderes Kaliber.

Seinen Anfang nahm der Streit nach Portugals 2:1 gegen Norwegen. Ronaldo saß die kompletten 90 Minuten auf der Bank, obwohl ihm Jesus nach seiner Darstellung rund 30 Einsatzminuten zugesagt hatte. Für den Kapitän offenbar zu viel: Er verließ das Teamcamp vorzeitig – und muss nun womöglich genau dafür büßen.

Der Hintergrund ist in Portugals Disziplinarordnung klar geregelt: Fehlt ein einberufener Nationalspieler ohne Begründung bei einer Aktivität der Nationalmannschaft, kann eine Sperre von einem bis sechs Monaten verhängt werden. Genau auf diese Regel könnte sich der Verband nun berufen.

Entschuldigung richtet sich nur an Teamkollegen & Öffentlichkeit

Ronaldo selbst versuchte am Dienstag, seine Sicht der Dinge klarzumachen. In einer 1740 Wörter langen Instagram-Erklärung sprach er von einem "Wortbruch", entschuldigte sich bei seinen Teamkollegen und den Fans und stellte zugleich klar, dass er seine Nationalteam-Karriere fortsetzen will.

Damit ist der Streit allerdings längst nicht vom Tisch. Jesus hielt sich bislang zurück, während Ronaldo nun auf die Entscheidung des Verbandes warten muss. Pikant: Ausgerechnet den Trainer, mit dem er sich jetzt anlegt, hatte Ronaldo zuvor noch als "richtige Wahl" bezeichnet.

Sportlich könnte Portugal den Wirbel leichter verkraften. Vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte – das Viertelfinale der Nations League ist praktisch gebucht. Für Ronaldo könnte es dagegen richtig bitter werden: Im schlimmsten Fall muss der Superstar monatelang zuschauen.

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