Finanz-Krimi

Mega-Prozess gegen Wolf und Ex-Minister startet

Zwei Männer im Anzug gehen und unterhalten sich auf einer belebten Straße in Wien.
© Michael Gruber
Am Dienstag, dem 20. Oktober, beginnt am Landesgericht Wiener Neustadt der Korruptionsprozess gegen den Industriellen Siegfried Wolf und den früheren ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling.
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Es ist ein Mega-Prozess mit Promi-Faktor. Insgesamt sind bis 17. Dezember elf Verhandlungstage vorgesehen. Mitangeklagt ist neben dem Industriellen Sigi Wolf und dem Ex-Minister auch eine ehemalige Finanzbeamtin.

Steuerschuld von rund 630.000 Euro

Im Zentrum steht der Vorwurf einer "korruptiven Vereinbarung". Laut Anklage soll Wolf der Finanzbeamtin Unterstützung bei der Bestellung zur Vorständin eines Finanzamts zugesichert haben.

Im Gegenzug soll sie ihm eine Steuernachsicht von rund 630.000 Euro ermöglicht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Wolf Bestechung und Bestimmung zum Amtsmissbrauch vor; Schelling ist wegen Amtsmissbrauchs mitangeklagt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Große Medien-Aufmerksamkeit

Die Vorwürfe werden von allen Angeklagten bestritten. Der Prozess dürfte dennoch für erhebliche Aufmerksamkeit sorgen: Er berührt die Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Und damit die Frage, ob persönliche Netzwerke Einfluss auf staatliche Entscheidungen genommen haben.

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