oe24-Interview

Marco Schwarz: "Habe noch Rechnung mit Sölden offen"

Marco Schwarz ist bereit für den Weltcup-Auftakt.
© APA/EXPA/ JOHANN GRODER
Was der Vorjahres-Zweite für Sonntag plant ++ Jagd auf Gesamtweltcup
OE24 auf Google bevorzugen

Letzte Woche ließ Allrounder Marco Schwarz (31) aufhorchen. Der Kärntner verzichtet ab sofort auf seine frühere Paradedisziplin Slalom, um im Riesentorlauf, der Abfahrt und im Super-G durchzustarten. Dazu legte er im Aufbautraining rund vier Kilo Muskelmasse zu und fühlt sich "so gut wie schon lange nicht vor dem Saisonstart". Am Sonntag in Sölden (RTL-Auftakt 10/13 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) will er den Worten Taten folgen lassen.

oe24: Marco, was verbinden Sie mit Sölden?

Marco Schwarz: Gute Erinnerungen. In den letzten Jahren hab ich den Sölden-Rennhang lieben gelernt. Trotzdem hab ich nach dem abgebrochenen Rennen vor drei Jahren nach meiner Führung im ersten Durchgang noch eine Rechnung offen. Der zweite Platz hinter Marco Odermatt letztes Jahr war schon wieder ganz gut.

oe24: Was haben Sie sich für Sonntag vorgenommen?

Schwarz: Natürlich will ich gleich einmal aufs Podium fahren.

oe24: Wie finden Sie, dass es nächstes Jahr auch einen Super-G in Sölden geben soll?

Schwarz: Es wär cool, wenn wir noch ein Rennen dazubekommen würden. Ob es durchführbar ist, müssen andere entscheiden.

oe24: Im Kampf um den Gesamtweltcup werden Sie jeden Punkt brauchen. Beschäftigt Sie die Überlegenheit von Marco Odermatt?

Schwarz: Überhaupt nicht, ich versuch auch nicht, ihn zu kopieren. Nachdem ich den Slalom weglasse und mich auf Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt konzentriere, bin ich gespannt, was alles möglich ist. Ich spüre, dass da noch viel Potenzial da ist. Letztes Jahr war ich noch ein bissl überfordert.

“Ich spüre, dass da noch viel Potenzial da ist.”

Marco Schwarz über seine Ziele

oe24: Wie sieht Ihr Masterplan für die Abfahrt aus?

Schwarz: Anfang, Mitte November flieg ich nach Amerika und werde mich Schritt für Schritt herantasten. Nach dem Super-G in Copper Mountain mach ich in Beaver Creek die Abfahrtstrainings mit und entscheide dann weiter, je nachdem, wie ich mich auf Abfahrtsskiern fühle.

oe24: Nach Ihrem Kreuzbandriss (2023, d. Red.) sind Sie gemeinsam mit dem fast zeitgleich ähnlich verletzten David Alaba in die Reha gestartet. Wie sehr verfolgen Sie seine Karriere?

Schwarz: Es ist nicht so, dass ich ihn jede Woche anrufe. Wir schreiben uns, und ich freue mich, dass er einen Verein gefunden hat. Praktisch, dass Udine in der Nähe ist, da komm ich schon ein Spiel zuschauen.

oe24: Was haben Sie aus der gemeinsamen Zeit mitgenommen?

Schwarz: Dass David ein Perfektionist ist, der dem Sport alles unterordnet. Er versucht, aus jedem Tag das Maximum rauszuholen, an jedem Tag besser zu werden. Das war schon inspirierend.

oe24: In der ORF-Doku sieht man, wie Sie sich vom ehemaligen Real-Star aus der Reserve locken lassen ..

Schwarz: Ich liebe koordinative Übungen und war bei gewissen Übungen besser (lacht). Okay, ich bin auch ein Perfektionist.

oe24: Das sind Sie auch bei der Materialabstimmung ..

Schwarz: Zwangsläufig, weil ich einen neuen Servicemann hab. Meinem alten hab ich blind vertraut. Inzwischen hab ich schon viel gelernt, wie die Ski aufgebaut sind usw.

oe24: Super-G oder Riesentorlauf - was wird Ihre neue Lieblingsdisziplin?

Schwarz: Gute Frage. Warten wir Sölden ab ...

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden