Entlassungen

Kultige Würstel-Firma macht für immer dicht

Würstel
© Getty Images
Die Halberstädter Konserven GmbH schließt nach drei Insolvenzen endgültig ihre Pforten. Der deutsche Traditionsbetrieb stellt die Produktion ein und entlässt alle verbliebenen Mitarbeiter.
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Insolvenzverwalterin Karina Schwarz bestätigte am Dienstag in der "Volksstimme" die Einstellung des Geschäftsbetriebs, das berichtet die deutsche Bild. Bereits im Juni war das dritte Insolvenzverfahren eingeleitet worden, um den Hersteller zu retten. Zu diesem Zeitpunkt zählte das Unternehmen noch rund 152 Beschäftigte. Während einige Angestellte die Firma bereits verlassen haben, erhielten die verbliebenen Mitarbeiter nun die Kündigung.

Stark gestiegene Kosten für Energie

Nach einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage im Frühjahr stellte der Betrieb erneut einen Insolvenzantrag und stellte die Produktion Anfang Juni ein. Als wesentliche Ursachen gelten stark gestiegene Kosten für Waren und Energie. Der Traditionsbetrieb aus Sachsen-Anhalt stellte über 140 Jahre lang die "Halberstädter Würstchen" her. Zu DDR-Zeiten handelte es sich um Volkseigentum, bevor die Unternehmerfamilie Nitsch den Würstchenmacher im Jahr 1992 übernahm. Zum Sortiment gehörten neben Würstchen auch Fleisch- und Wurstkonserven, frische Fleischwaren, Suppen sowie Fertiggerichte.

Zukunft der bekannten Marke unklar

Die Eigentümerfamilie hatte bereits im April 2026 angekündigt, sich vom Produktionsbetrieb und der Marke trennen zu wollen, und suchte nach einem Käufer. Ob die Würstchen künftig noch im Handel erhältlich sein werden, hängt davon ab, ob ein Konkurrent die Marke übernimmt. Aktuell steht eine Übernahme durch einen Mitbewerber noch nicht fest.

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