Nach Pleite
Klopp-Fehlstart! Jetzt schlägt auch Kimmich Alarm
Nach Jürgen Klopps missglücktem Heimdebüt herrscht beim DFB Ernüchterung. Deutschland verlor erstmals überhaupt gegen Griechenland – und Kapitän Joshua Kimmich zeichnet nach dem 0:1 ein schonungsloses Bild vom Zustand der Nationalmannschaft.
Bastian Schweinsteiger hatte Deutschland nach der historischen Pleite nicht mehr zur internationalen Spitze gezählt. Kimmich widersprach dem Weltmeister von 2014 nicht.
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»Ein gutes Stück davon entfernt«
"Da kann ich schwer widersprechen. Wir sind aktuell ein gutes Stück davon entfernt, eine Top-Mannschaft zu sein", stellte der Bayern-Star klar.
Eine deutliche Ansage nach nur zwei Pflichtspielen unter Klopp. Schon der Start beim 1:1 in den Niederlanden verlief nicht nach Wunsch. Gegen Griechenland sollte der erste Sieg folgen – stattdessen setzte es die historische Heimniederlage.
Kimmich nahm sich von der Kritik ausdrücklich nicht aus. Der 31-Jährige haderte vor allem mit seinen eigenen Fehlern.
"Es fühlt sich nicht gut an nach dem abgefälschten Schuss zum Gegentor. Und davor habe ich schon mit einem Ballverlust eine Großchance eingeleitet."
Kimmich muss jetzt abreisen
Und ausgerechnet jetzt muss der DFB-Kapitän das Nationalteam verlassen. Klopp wechselt seinen großen Kader wie angekündigt für die nächsten beiden Nations-League-Spiele fast komplett durch. Auch Kimmich bekommt eine Auszeit.
Begeistert ist der Bayern-Star davon nicht. "Ich hatte bis zuletzt gehofft, zu bleiben und wäre natürlich gerne geblieben. Aber ich verstehe, dass der Trainer einfach auch andere Jungs kennenlernen möchte."
Damit verpasst Kimmich ausgerechnet das "Heimspiel" am Donnerstag gegen Serbien in München sowie das Rückspiel in Griechenland. "Das war von vornherein so der Plan, dass wir einen großen Kader haben, dass wir einmal durchwechseln. Dementsprechend werde ich von zu Hause die Daumen drücken."
Ob er gegen Serbien zumindest auf der Tribüne sitzt, ließ Kimmich offen: "Ich weiß es noch nicht so genau." Nach der historischen Pleite ging es für den Kapitän zunächst nach Hause.
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