Der Countdown für die mit Spannung erwartete Arena-Tour von Tokio Hotel läuft auf Hochtouren, doch die intensive Vorbereitungsphase fordert von den Bandmitgliedern einen enormen Tribut. Im Podcast "Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood" gaben Tom und Bill Kaulitz nun sehr persönliche Einblicke in ihre aktuelle Verfassung. Gitarrist Tom Kaulitz schilderte dabei offen, wie sehr ihm die Proben und Termine zusetzen. Er fühle sich derzeit schlichtweg abgeschlagen und gelange körperlich wie mental an seine absoluten Grenzen. Es gehe im Moment einfach nicht mehr, er falle jeden Abend völlig fertig ins Bett und sei unendlich müde.
Gleichzeitig versuchte Tom die Situation einzuordnen und betonte, dass er sich trotz der extremen Erschöpfung eigentlich gar nicht beklagen wolle. Ihm gehe es im Grunde genommen gut, allerdings bedeute die finale Phase der Tourvorbereitung schlichtweg maximalen Stress. Hinzu kommt eine gewisse Enttäuschung aus der jüngeren Vergangenheit: Tom Kaulitz hatte sich zuvor auch darüber enttäuscht gezeigt, dass sich aus dem Kreis seiner TV-Kollegen nach gemeinsamen Projekten niemand mehr bei ihm gemeldet hatte.
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Bill Kaulitz spricht offen über seine Panikattacken
Noch drastischer schilderte Frontmann Bill Kaulitz die psychischen Auswirkungen des immensen Erfolgsdrucks. Für den extrovertierten Sänger stellt Stress ein zutiefst überflüssiges und destruktives Gefühl dar, das er direkt mit Angst vergleicht. Angst führe nirgendwo hin und Stress bringe einem überhaupt nichts, hielt der Musiker fest. Dennoch gelingt es auch ihm nicht, sich dem Druck vor den anstehenden Großkonzerten völlig zu entziehen.
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Bill Kaulitz offenbarte im gemeinsamen Gespräch, dass er am Tag der Aufnahme mit einer handfesten Panikattacke aufgewacht sei. Er hasse es regelrecht, wenn solche Zustände bei ihm auftreten, stellte aber unmissverständlich klar, dass es sich um eine richtige Panikattacke gehandelt habe. Als Auslöser identifizierte der Sänger einen beklemmenden Albtraum, der ihn frühmorgens aus dem Schlaf riss. In dem Traum ging es um sehr realistische Szenarien, die unmittelbar mit der bevorstehenden Konzertreise, einem anstehenden Umzug und einem neuen Haus verknüpft waren.
Gedankenkarussell und der Kampf gegen die Angst
Die körperlichen und seelischen Begleiterscheinungen dieses Erwachens beschrieb der Tokio-Hotel-Sänger als extrem unangenehm. Er spüre in solchen Momenten ein ganz schlimmes, intensives Kribbeln vor lauter Stress im ganzen Körper. Dieses Empfinden nerve ihn zutiefst, weshalb er auch aktiv und mit aller Kraft dagegen ankämpfe, weil er dieses beklemmende Gefühl schlichtweg nicht in seinem Leben haben wolle.
In der Rückschau bezeichnete Bill sein eigenes Verhalten im Bett als völlig irrational. Es sei total verquer, wachzuliegen, sich von einer Seite auf die andere zu wälzen und sich endlos Sorgen zu machen, da dies die Belastung letztlich nur noch weiter verstärke. Ihm sei völlig bewusst, dass er seine umfangreiche To-Do-Liste am nächsten Tag ohnehin Schritt für Schritt abarbeiten müsse, ganz egal wie groß die Aufregung zuvor gewesen sei. Daher versuche er sich selbst zu disziplinieren und die Dinge künftig lieber mit der nötigen inneren Ruhe anzugehen.
Alle Termine der großen Tokio-Hotel-Arenatour
Trotz der aktuellen Erschöpfungssymptome und der mentalen Herausforderungen blickt die Band entschlossen auf die kommenden Wochen. Die groß angelegte Arena-Tournee startet am 28. Oktober mit einem mit Spannung erwarteten Konzert in der britischen Metropole London. Danach reist die Formation quer durch Europa und macht dabei unter anderem für spektakuläre Live-Shows in Metropolen wie Wien, Paris, Hamburg, Zürich und München Station. Den feierlichen Schlusspunkt der strapaziösen Konzertreise bildet schließlich der Auftritt in der spanischen Hauptstadt Madrid am 23. November. Fans in ganz Europa hoffen nun inständig, dass sich die Zwillingsbrüder bis zum Tour-Auftakt wieder erholen und mit voller Kraft auf die Konzertbühnen zurückkehren.
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