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Karo & Karli sagen ab: Wilder Poker um längeren U-Ausschuss

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Edtstadler und Nehammer lassen sich entschuldigen ++ Stocker und Sobotka sind angesagt ++ FPÖ dürfte Verlängerung beantragen
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Längere Zeit dümpelte der Pilnacek-U-Ausschuss so vor sich hin - doch kommende Woche dürfte es dramatisch werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach fällt die Entscheidung über eine Verlängerung der Untersuchungen rund um den verstorbenen Sektionschef Christian Pilnacek bis ins Frühjahr - wie oe24 berichtete, kann dies die FPÖ im Alleingang tun. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass sie tatsächlich diese Karte zieht.

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP).
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). © APA/HANS KLAUS TECHT

Geladen sind für die an sich beiden letzten Befragungstage Mittwoch und Donnerstag insgesamt sieben Personen, davon drei Polizisten. Doch wirklich spannend sind die Ladungen einer Politikerin und drei Politikern - allesamt von der ÖVP: Zusagen gibt es laut den Akten der Parlamentsdirektion, die oe24 vorliegen, für den Mittwoch von Kanzler Christian Stocker und für den Donnerstag vom ehemaligen Nationalratspräsidenten und Innenminister Wolfgang Sobotka. Abgesagt - und das bringt die FPÖler so richtig auf die Palme - haben demnach die Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Ex-Kanzler Karl Nehammer, er hat inzwischen einen gut bezahlten Posten in der EU-Investitionsbank. Das Kalkül der beiden ist klar: Sagt man beim letzten Termin ab, entgeht man dem Verhör durch die Abgeordneten.

Rechnung könnte nicht aufgehen

Die Rechnung könnte allerdings nicht aufgehen, überlegt doch die FPÖ eben jetzt doch eine Verlängerung des Ausschusses: Und dann könnten "Karo und Karli" - unter Androhung einer polizeilichen Vorführung - doch noch aussagen müssen.

Sebastian Kurz

Auch Kurz könnte geladen werden

Eine neuerliche Befragung kann aber auch dem Kanzler drohen, hatte der verstorbene Sektionschef doch Kontakte zu einer ganzen Reihe von ÖVPlern, wie eben auch zu Stocker. Das ergab eine WKStA-Auswertung von Pilnaceks Laptop. Weitere ÖVPler wie etwa den ehemaligen Kanzler  Sebastian Kurz dürfte Pilnacek sogar juristisch beraten haben. Praktischerweise steht Kurz schon auf dem blauen Ladungsverlangen, die FPÖ könnte also auch ihn noch auf den heißen Stuhl des Ausschusses bitten...

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