Unwetter

Kanaldeckel hochgedrückt: Heftiger Wolkenbruch flutet italienische Stadt

Dunkle Gewitterwolken über dem Meer, ein Blitz schlägt in der Ferne ein.
© Getty Images (Symbolbild)
Ein extremes Unwetter hat in den frühen Morgenstunden des 8. Oktober die süditalienische Halbinsel Salento heimgesucht und schwere Überschwemmungen verursacht. Besonders die Stadt Nardò war von einem rund zweistündigen Wolkenbruch betroffen, der den Verkehr lahmlegte und dutzende Erdgeschoßwohnungen unter Wasser setzte.
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Die Schleusen des Himmels öffneten sich am frühen Morgen über der beliebten Urlaubsregion in Apulien. Binnen kürzester Zeit prasselten enorme Regenmengen auf die Straßen von Nardò nieder. Das örtliche Kanalsystem war den Wassermassen nicht gewachsen: Durch den massiven Druck wurden zahlreiche schwere Kanaldeckel aus dem Asphalt gedrückt und auf die Fahrbahnen geschwemmt.

In der Folge verwandelten sich die Straßen der Stadt in reißende Bäche, die für Fußgänger und Kraftfahrer gleichermaßen unpassierbar wurden. Der reguläre Geschäftsbetrieb kam in den betroffenen Bereichen völlig zum Erliegen, viele Geschäftsinhaber konnten ihre Lokale am Vormittag gar nicht erst öffnen. Das Wasser drang in dutzende Wohnungen und Geschäftsräume ein, die sich im Erdgeschoß befanden.

Verkehrschaos und liegengebliebene Fahrzeuge

Für die Einsatzkräfte und Verkehrsteilnehmer spitzte sich die Lage im Frühverkehr rasch zu. Zahlreiche Autos blieben in den überfluteten Straßen stecken, nachdem Wasser in die Motorräume gelangt war. Die Autofahrer mussten ihre Fahrzeuge teils mitten auf den überschwemmten Fahrbahnen zurücklassen.

Die Auswirkungen des Unwetters im Überblick:

  • Infrastruktur kollabiert: Schwere Kanaldeckel wurden durch den Wasserdruck herausgedrückt und stellten akute Hindernisse für den Verkehr dar.
  • Wohnbereiche überflutet: Dutzende Erdgeschoßwohnungen sowie Gewerbebetriebe standen zentimeterhoch unter Wasser.
  • Geschäftsleben blockiert: Viele Lokale und Geschäfte im Stadtzentrum blieben am Vormittag geschlossen.
  • Stillstand auf den Straßen: Etliche Fahrzeuge soffen in den Fluten ab und sorgten für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Nachbargemeinden im Salento ebenfalls betroffen

Das Unwettertief beschränkte sich nicht nur auf das Stadtgebiet von Nardò. Auch in anderen Gemeinden des südlichen Salento sorgten die sintflutartigen Regenfälle für erhebliche Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. Besonders in den Ortschaften Parabita und Matino standen weite Teile des Straßennetzes komplett unter Wasser, was auch dort zu temporären Verkehrsbehinderungen und Straßensperren führte.

Aufnahmen der dramatischen Szenen verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien, wo etliche Videos der reißenden Ströme viral gingen. Trotz des gewaltigen Ausmaßes der Überschwemmungen gab es glücklicherweise keine Personenschäden: Die örtlichen Behörden meldeten weder Verletzte noch schwere bauliche Schäden. Im Laufe des Tages ging der Niederschlag zurück, das Wasser floss über die Kanäle ab und die Lage begann sich schrittweise wieder zu normalisieren.

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