Mega-El-Niño

Jahrhundert-Winter? Erste Prognose lässt aufhorchen

Person geht durch tiefen Schnee zu einer Blockhütte, es schneit stark.
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Der Winter 2026/27 ist noch weit entfernt, doch die ersten saisonalen Wettermodelle liefern bereits interessante Hinweise.
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Im Mittelpunkt steht ein möglicherweise außergewöhnlich starker El Niño, der die großräumige Wetterzirkulation beeinflussen könnte. Für Europa zeichnet sich derzeit allerdings kein klarer Dauerwinter ab – vielmehr deutet sich eine eher milde, wechselhafte Grundtendenz an.

Vor allem der Atlantik könnte im kommenden Winter eine wichtige Rolle spielen. Die aktuellen Berechnungen zeigen häufiger eine West- bis Südwestströmung, mit der milde und feuchte Luftmassen nach Europa geführt werden. Für große Teile des Kontinents wird deshalb momentan ein überdurchschnittlich milder Winter angedeutet.

Das bedeutet allerdings keineswegs, dass Frost und Schnee ausbleiben. Auch ein insgesamt zu warmer Winter kann immer wieder von kräftigen Kältewellen unterbrochen werden. Besonders für den Alpenraum könnten solche kurzen Wetterumschwünge entscheidend sein.

Zwei Personen gehen bei starkem Schneefall mit einem Regenschirm durch eine verschneite Stadt.
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El Niño als Faktor

Im tropischen Pazifik hat sich El Niño deutlich verstärkt. Sollte das Phänomen tatsächlich außergewöhnliche Ausmaße erreichen, könnte es die Position und Stärke der Jetstreams verändern und damit auch die Wetterentwicklung in Europa indirekt beeinflussen. Eine direkte Vorhersage für einzelne Regionen lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.

Eine Schneekanone produziert künstlichen Schnee auf einer Skipiste bei sonnigem Wetter.
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Für Europa sind zahlreiche weitere Faktoren entscheidend – unter anderem die Nordatlantische Oszillation, die Arktische Oszillation und die Entwicklung des Polarwirbels. Auch das warme Mittelmeer spielt eine Rolle.

Chancen auf Schnee bleiben

Für tiefere Lagen in West- und Mitteleuropa sind die ersten Schneesignale eher verhalten. Eine häufige Westströmung würde die Schneefallgrenze immer wieder nach oben drücken. Anders sieht es in den Alpen und höheren Lagen aus: Kommt während eines Kaltlufteinbruchs gleichzeitig viel Feuchtigkeit vom Atlantik, sind auch kräftige Schneefälle möglich.

Ein moderner Zug fährt vor einer eisbedeckten Felswand durch eine verschneite Winterlandschaft.
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Gerade Österreich könnte deshalb trotz einer milden Winter-Grundtendenz einige markante Schneeperioden erleben. Entscheidend wird sein, ob sich kalte Luftmassen während einzelner Tiefdrucklagen bis zu den Alpen durchsetzen können.

Polarwirbel sorgt für Spannung

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der Polarwirbel. Erste langfristige Berechnungen deuten auf mögliche Störungen im Verlauf des Winters hin. Sollte sich der Wirbel deutlich abschwächen oder aufspalten, könnte sich die atmosphärische Zirkulation verändern und arktische Kaltluft weiter nach Süden gelangen.

Noch wäre es jedoch viel zu früh, daraus eine konkrete Kältewelle abzuleiten. Selbst eine starke Polarwirbel-Störung bedeutet nicht automatisch, dass Mitteleuropa von der Kaltluft getroffen wird.

Das erste Fazit: Nach aktuellem Stand spricht mehr für einen milden und wechselhaften Winter mit viel Atlantikeinfluss als für einen durchgehend kalten Verlauf. Gleichzeitig bleiben markante Kälte- und Schneephasen möglich – vor allem in den Alpen. Die Prognose ist Ende August allerdings noch mit großer Unsicherheit behaftet. Erst die kommenden Modellläufe im Herbst werden zeigen, wie sich die Winterkarten tatsächlich entwickeln.

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