Nations League

Irland sorgt vor Duell gegen Israel für neuen Eklat

Israelische Fußballspieler feiern ein Tor während eines Länderspiels in einem Stadion.
© Getty Images
Vor den Nations-League-Spielen gegen Israel spitzt sich die Lage weiter zu. Eine Pressekonferenz wurde kurzfristig verschoben, zuvor hatte es bereits heftige Wortgefechte gegeben.
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Irland trifft in der Nations League auf Israel. Im Vorfeld der Spiele sorgt nun die Verschiebung einer Pressekonferenz für den nächsten Eklat. Die für Samstagmorgen angesetzte Runde mit Trainer Heimir Hallgrímsson und einem Spieler wurde kurzfristig verlegt.

Pressekonferenz kurzfristig verschoben

Als der Raum bereits gefüllt war, wurde den Anwesenden mitgeteilt, dass die Pressekonferenz erst nach dem Training stattfinden werde. Laut der Zeitung "Irish Independent" berät das Team am Vormittag noch darüber, wie es mit dem Spiel gegen Israel umgehen soll. Bereits am Freitag habe es demnach eine Teamsitzung gegeben.

Laut der Zeitung sei die Mannschaft außerdem bislang nicht zur geplanten Zeit auf dem Trainingsplatz erschienen.

Scharfe Worte vor dem Spiel

Für zusätzliche Spannungen sorgten bereits Äußerungen von Hallgrímsson. Vor dem Nations-League-Spiel gegen Israel sagte der Trainer: "Wir spielen nicht mit Völkermord, wir spielen gegen Völkermord. Wir spielen gegen Israel, wir spielen nicht mit Israel." Zudem erklärte er, dass sich Spieler mit den Partien unwohl fühlten.

Der israelische Fußballverband reagierte darauf in den sozialen Medien scharf. In einer Stellungnahme hieß es unter anderem: "Wir (Juden, Anm.) haben in unzähligen Bereichen einen Beitrag für die Welt und die Menschheit geleistet und dabei eine beeindruckende Anzahl von Nobelpreisen gewonnen." Weiter schrieb der Verband: "Leider haben wir noch kein Heilmittel gegen die Dummheit, Ignoranz und Heuchelei gefunden, die der Nationaltrainer Irlands an den Tag legt. Wir spielen nicht mit Ignoranz, Heuchelei und Dummheit – wir spielen gegen den Trainer, der all das verkörpert."

Vor dem Spiel gegen den Kosovo, das Irland mit 0:1 verlor, räumte Hallgrímsson ein: "Es war nicht klug von mir, die Aufmerksamkeit auf diese Weise abzulenken."

Forderungen nach Boykott

Auch in Irland gab es bereits Forderungen, die Spiele gegen Israel zu boykottieren. Mehr als 160 irische Sportler unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie die Nationalmannschaft zum Verzicht auf die Partien aufforderten. Zu den Unterzeichnern zählen laut den vorliegenden Informationen unter anderem Olympionikin Ciara Mageean, die ehemalige Nationalspielerin Louise Quinn und Rugby-Legende Tony Ward.

Als politischer Hintergrund wird die Haltung Irlands zum Gaza-Krieg genannt. Die irische Regierung bezeichnet diesen als "Völkermord". Zudem wird berichtet, dass der irische Rundfunk den kommenden Eurovision Song Contest boykottiert, weil Israel daran teilnehmen darf.

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