Nach dem ungewöhnlich warmen Sommer und einem bislang vielerorts milden Herbst richtet sich der Blick zunehmend auf den Winter. Wann fallen in Österreich die ersten Schneeflocken? Geht es nach dem 100-jährigen Kalender, könnte es erst Anfang Dezember winterlich werden.
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Der traditionelle Kalender nennt dabei sogar ein konkretes Datum: Am 1. Dezember 2026 soll reichlich Schnee fallen. Nur wenige Tage später, am 5. Dezember, wird erneut Neuschnee angekündigt. Anschließend soll vom 7. bis 19. Dezember eine längere Frostperiode folgen.
Für Österreich ist eine solche Vorhersage allerdings mit besonderer Vorsicht zu betrachten. Während Schnee im Dezember im Flachland keineswegs garantiert ist, können die ersten größeren Schneefälle in den Alpen bereits deutlich früher auftreten. In Tirol, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten oder der Steiermark sind erste Schneefälle bis in tiefere Lagen je nach Wetterlage auch im November möglich. In höheren Regionen kann der Winter ohnehin schon wesentlich früher Einzug halten.
Noch kein Schnee im Oktober
Für den Oktober sieht der 100-jährige Kalender zunächst noch keinen Wintereinbruch vor. Der Monat soll wechselhaft beginnen, zwischendurch aber auch mildere und sonnige Phasen bringen. Auch im weiteren Monatsverlauf wird eher Herbstwetter als eine nachhaltige Schneelage erwartet.
Spannender wird es im November. Laut der traditionellen Vorhersage soll sich ab 16. November eine erste markante Frostphase einstellen. Vom 17. bis 26. November wird kaltes und trübes Wetter erwartet. Danach soll zunächst wieder Niederschlag folgen.
Gerade in Österreich könnte dieser Übergang interessant werden: Sinkt die Schneefallgrenze entsprechend ab, können aus Regen in den Bergen bereits Schneefälle werden. Eine konkrete Schneevorhersage für November lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
Weiße Weihnachten? Der Kalender sieht Schnee
Für Winterfans wird vor allem der Dezember interessant. Der 100-jährige Kalender sagt für den 1. Dezember reichlich Schneefall voraus. Am 5. Dezember soll erneut Neuschnee folgen, anschließend eine längere Frostperiode.
Rund um Weihnachten wird die Prognose differenzierter: Zwischen 20. und 28. Dezember soll es im Flachland eher regnen, während in höheren Lagen Schnee erwartet wird. Zum Jahresende, vom 29. bis 31. Dezember, soll es wieder kräftig schneien und gleichzeitig sehr kalt werden.
Damit würde der traditionelle Kalender zumindest für die höheren Regionen Österreichs einen durchaus winterlichen Dezember zeichnen.
Was sagt der 100-jährige Kalender wirklich voraus?
Der 100-jährige Kalender ist keine wissenschaftliche Wetterprognose. Er geht auf den Abt Mauritius Knauer zurück, der im 17. Jahrhundert Wetterbeobachtungen sammelte. Grundlage war die damalige Vorstellung, dass sich bestimmte Wettermuster in einem wiederkehrenden Zyklus wiederholen.
Aus heutiger meteorologischer Sicht gibt es dafür keine belastbare wissenschaftliche Grundlage. Die genannten Daten sind daher als traditionelle Wetterüberlieferung zu verstehen – nicht als verlässliche Vorhersage für Österreich.
Ob am 1. Dezember tatsächlich der erste große Schnee fällt, wird letztlich erst die moderne Wetterprognose zeigen. Für die kommenden Wochen lässt sich daraus jedenfalls noch kein konkreter Wintereinbruch ableiten. Wer in Österreich auf Schnee wartet, muss sich nach dieser traditionellen Vorhersage zumindest bis Anfang Dezember gedulden – in den Bergen könnte es aber deutlich früher weiß werden.
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