Einsturzgefahr

Horror-Haus in Favoriten behördlich gesperrt

© Gruppe Sofortmaßnahmen
Schock-Razzia in Favoriten. Die Behörden mussten ein Wohnhaus komplett sperren. Im Hof stapelte sich der Müll meterhoch, im ersten Stock fehlte der Boden und der Strom wurde sofort abgedreht.
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Alarm in Favoriten. Weil Teile der Fassade auf ein Auto krachten und weitere Trümmer abzustürzen drohten, rückte die Gruppe Sofortmaßnahmen zu einer dringenden Überprüfung aus. Gemeinsam mit der Feuerwehr, den Wiener Netzen und dem Bezirksamt nahmen die Einsatzkräfte ein Gebäude genau unter die Lupe. Die Entdeckungen vor Ort waren erschreckend.

Der Innenhof des Gebäudes war massiv mit Sperrmüll und Bauschutt blockiert, wobei die Berge teilweise eine Höhe von vier Metern erreichten. Zudem versperrten alte Türstöcke und Baumaterialien die wichtigen Fluchtwege. Im ersten Stock gab es massive Schäden am Boden, wodurch im Haus akute Absturzgefahr herrschte.

Das Gebäude wurde nach massiven Sicherheitsmängeln gesperrt. © Gruppe Sofortmaßnahmen

Ungeachtet dieser extremen Mängel betrieb der Eigentümer im Dachgeschoss ein Hotel. Wegen der enormen Brandlast war der Aufenthalt in diesen Räumen lebensgefährlich. Weil zudem kein gültiger Stromvertrag für die Liegenschaft existierte, schalteten die Wiener Netze den Strom im gesamten Gebäude ab. Die Behörden sperrten das Haus umgehend und riegelten auch den Gehsteig davor ab.

407 illegale E-Zigaretten beschlagnahmt

In einem Handygeschäft wurden insgesamt 407 illegale E-Zigaretten festgestellt. © Gruppe Sofortmaßnahmen

Der Einsatz in Favoriten war jedoch nur ein Teil einer koordinierten Schwerpunktaktion. Gleichzeitig kontrollierten Ermittler gemeinsam mit der Wiener Polizei mehrere Handygeschäfte in der Inneren Stadt. In einem dieser Betriebe stießen die Einsatzkräfte auf ein illegales Lager mit 407 E-Zigaretten. Auf Ersuchen der Gruppe Sofortmaßnahmen rückte das Zollamt Österreich an, um die Produkte sicherzustellen. Den Betreiber erwartet nun eine Anzeige nach dem Finanzstrafgesetz.

"Ein Hotel in einem Gebäude zu betreiben, in dem neben zahlreichen Mängeln auch Teile des Fußbodens fehlen, bedeutet, die Sicherheit von Menschen bewusst zu gefährden. Ebenso ist der Verkauf hunderter illegaler E-Zigaretten ein bewusster Verstoß und eine Gefährdung der Konsumentinnen und Konsumenten. Beides zeigt, dass unsere gemeinsamen Kontrollen notwendig sind und weitere Kontrollen folgen müssen“, betont Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen.

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