Insolvenz angemeldet
Wiener Parkplatzfallen vor dem Aus
Wer sein Auto in der Hasnerstraße 128 oder in der Franz-Eduard-Matras-Gasse abstellte, musste bis vor Kurzem mit unangenehmer Post von "Projekt22" rechnen. Etlichen Lenkern nämlich wurden Anwaltsschreiben zugestellt mit Geldforderungen wegen Besitzstörung. So entwickelten sich die beiden Standorte nach und nach mit zu den bekanntesten Parkplatzfallen Wiens.
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Allerdings: Seit Anfang des Jahres gelten strengere rechtliche Vorgaben gegen Firmen, die aus solchen Verfahren ein Geschäftsmodell machen. Gleichzeitig wurden Anwalts- und Gerichtskosten deutlich gesenkt. Die Folge: Über die Projekt22 Verwaltung GmbH, früher unter dem Namen PV22 Parkplatzvermietung GmbH bekannt, wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren wegen seiner dreisten Vorgangsweise immer wieder in die Schlagzeilen geraten.
Unterstützer der Reform sehen die Insolvenz als Abschreckung für weitere Abzocker. Gleichzeitig wird davor gewarnt, sich auf dem Erfolg auszuruhen. Daher fordern Experten zusätzliche Informationskampagnen, damit Betroffene über die neuen, niedrigeren Verfahrenskosten Bescheid wissen. Denn trotz der Gesetzesänderung könnten einzelne Firmen weiterhin versuchen, mit hohen Forderungen Druck auf die Besitzer von geparkten Autos aufzubauen.
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