Teure Energie

Heiz-Schock droht im Herbst

Mehrere Euro-Scheine und Münzen liegen auf einem weißen Heizkörper.
© Getty Images
Die Preise für Gas schießen nach oben, dadurch wird sich auch Strom weiter verteuern. Pellets und Heizöl kosten mehr... Wohnen kostet mehr, weil auch Kreditraten (gebunden an den Euribor) zulegen und Mieten die steigen.
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Der Kernbefund ist eindeutig: Heizen mit Öl, Gas und festen Brennstoffen verteuerte sich bereits vor der eigentlichen Heizsaison deutlich.

Heizöl, Gas, Pellets deutlich teurer

Im Vergleich mit dem September 2025 stieg der Preis für Heizöl um rund 73,2 % (!) laut Statistik Austria und der Gaspreis erhöhte sich um rund 5,7 %.

Der Pelletspreis verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg um rund 33,2 %. Der Branchenverband proPellets Austria bestätigt für September einen Preis von 419 Euro pro Tonne.

Ein Drittel teurer bis zu fast doppelt so viel: Heizen kostet viel mehr als im Vorjahr.

Stromkosten legen seit Sommer zu

Frau sitzt eingewickelt in eine Decke mit Laptop neben der Heizung und trägt eine Wollmütze.
Heizen ist teuer: Frau sitzt eingewickelt in eine Decke mit Laptop neben der Heizung und trägt eine Wollmütze. © Getty Images

Besonders stark ist der Vorlauf an den Beschaffungsmärkten: Für Oktober liegt der Gas-Monatsindex bei 77,83 €/MWh, 125,3% über Oktober 2025.

Die Großhandelspreise für Strom lagen im September sogar 68,12 Prozent über dem Vorjahreswert. Die großen Energielieferanten werden die höheren Einkaufspreise an die Kunden weitergeben.

Gas-Netzbetreiber warnen vor europaweit niedrigen Speicherständen

Mit 72 Prozent seien die Gasspeicher in der EU auf einem "historisch niedrigen" Stand, teilten die Netzbetreiber mit. In Österreich sind die Speicher aktuell zu 68,8 Prozent voll.  Grund für niedrigen Speicherstände ist insbesondere, dass sich Import und Speicherung von Erdgas derzeit wegen der hohen Preise am Weltmarkt infolge des Iran-Kriegs kaum lohnen.

Wohnen und Kredite

Die Wohnkosten verstärken die Belastung zusätzlich. Zuletzt lagen Wohnungsmieten in Österreich laut Statistik Austria um 4,6% über dem Vorjahresniveau, die Betriebskosten in Mietwohnungen um 5,5%.

Bei Krediten liegt der 3-Monats-Euribor bei rund 2,6%, der 12-Monats-Euribor bei 3,3%. Daraus folgt: Haushalte mit variabel verzinsten Krediten tragen weiterhin ein deutlich höheres Zinsniveau als in der Niedrigzinsphase.

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