Kommunisten-Hochburg

Graz-Hammer: Karl Marx kandidiert für Wahl

© Getty Images / zVg (Fotomontage)
"Wer Karl Marx will, kann Karl Marx wählen", sagt Karl Marx. Ausgerechnet in der Kommunistenhochburg Graz steht der Namensvetter des Kommunisten-Vordenkers auf dem Wahlzettel - allerdings nicht für die KPÖ. 
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In weniger als zwei Wochen wählt Graz einen neuen Gemeinderat. Umfragen deuten auf ein erneutes Kommunisten-Beben in der steirischen Hauptstadt hin. Doch wer Karl Marx wählen will, darf sein Kreuzerl nicht bei der Kommunistischen Partei machen - sondern bei der SPÖ.

"Es ist ganz einfach: Wer Karl Marx will, kann Karl Marx wählen!", sagt Karl Marx. Der Namensvetter des kommunistischen Vordenkers kandidiert nämlich für die SPÖ bei der Graz-Wahl, also ausgerechnet in der Kommunisten-Hochburg Österreichs. Der 63-Jährige verdiente sein Geld als Hausmeister und betreut seit seiner Pensionierung einen Lesekreis mit Teilnehmern aus "unterschiedlichen Milieus". Marx selbst erklärt den Lesekreis als "einen Raum, in dem die feinen Unterschiede für einige Zeit ihre trennende Macht verlieren".

Marx ist Vater eines erwachsenen Sohnes und lebt seit 25 Jahren mit seiner Partnerin zusammen. Sie arbeitet als Projektleiterin bei ISOP - einer Grazer Organisation, die Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sowie Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Bildungsdefiziten zurück in die Arbeit, Bildung und Gesellschaft begleitet.

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