Bezirk Amstetten
Gift-Alarm in NÖ: Hände weg vom Hausbrunnen
Amstetten. Untersuchungen im Bezirk Amstetten haben per-und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) in Hausbrunnen zutage gebracht. Betroffen sind Teile des Umfelds des OMV-Tanklagers St. Valentin, jedoch nicht die öffentliche Trinkwasserversorgung, wurde seitens des Unternehmens, das - wie auch für ähnliche Fälle in der Schwechater Katastralgemeinde Mannswörth (Bezirk Bruck an der Leitha) - eine Ombudsstelle eingerichtet hat, online mitgeteilt.
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Wie "NÖN" ("Niederösterreichische Nachrichten") und "Kurier" (Samstagsausgabe) berichteten, wurden rund 100 Wasserproben im möglichen Untersuchungsgebiet gezogen, 70 davon aus Hausbrunnen. Von der Überschreitung des seit Jänner geltenden EU-Grenzwerts für Trinkwasser von 0,1 Mikrogramm (100 Nanogramm) pro Liter betroffen sind Ortsteile von St. Pantaleon-Erla und Ennsdorf.
Hausbrunnen vorsorglich nicht verwenden
"Verwenden Sie Ihren privaten Hausbrunnen bis zur weiteren fachlichen Bewertung vorsorglich nicht für Trinkwasser, Gartenbewässerung von Obst und Gemüse, Poolbefüllung, Tiertränke, Fischteiche oder vergleichbare Nutzungen", appellierte die OMV auf einer Website der Ombudsstelle an die Betroffenen. "Verwenden Sie für Trinken, Kochen und die Zubereitung von Lebensmitteln ausschließlich Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz." Seitens des Unternehmens wurde zudem betont, dass PFAS weder im Tanklager St. Valentin noch innerhalb der OMV im Produktionsprozess benutzt oder produziert worden sei. "Es wurden in der Vergangenheit allerdings PFAS-haltige Löschschäume gemäß ihrer Zulassung eingesetzt", hieß es.
Auf dem dortigen OMV-Gelände bei Feuerwehrübungen verwendeter Löschschaum dürfte Ewigkeitschemikalien auch in Mannswörth in den Boden dringen haben lassen. Im Grundwasser wurden im betroffenen Bereich bis zu 0,3 Mikrogramm pro Liter festgestellt - dreimal so viel wie der Grenzwert. PFAS-Nachweise gab es in Schwechat auch im Trinkwasser. Der Wert lag hier bei zwei Untersuchungen jedoch unter der gesetzlich erlaubten Schwelle, ein nächster Test wurde für September angekündigt.
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