Horner-Wirbel

Frustrierter Hamilton sorgt für Ferrari-Knall

Formel-1-Fahrer und Teammitglieder stehen während einer Ehrung auf einer Rennstrecke in Shanghai.
© Getty Images
Lewis Hamilton spricht nach dem Wirbel um Christian Horner bei Ferrari Klartext.
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Löst Christian Horner kommende Saison Fred Vasseur als Ferrari-Teamchef ab? Der britische Ex-Bulle sorgte mit einem Interview vergangene Woche für Aufsehen und brachte sich lautstark bei der kriselnden Scuderia ins Spiel.

Eine besonders brisante Frage dabei wäre, ob der Brite mit seinem Landsmann Lewis Hamilton überhaupt zusammenarbeiten kann. Die Rivalität zwischen Hamilton in seiner Mercedes-Laufbahn und dem damaligen Red-Bull-Meistermacher war enorm, unvergessen das packende WM-Finale, als die umstrittene Safety-Car-Entscheidung Verstappens ersten Titel ermöglichte und Hamilton seitdem dem alleinigen Rekord nacheifert.

Vor dem Rennwochenende in Malaysia sprach der 41-jährige Ferrari-Star nun Klartext und nahm sich kein Blatt vor den Mund. Dabei ist aber auch klar rauszuhören, dass der Brite lieber mit Vasseur zusammenarbeiten will.

Sonderlob für Vasseur

"Fred ist ein fantastischer Leader", beginnt Hamilton. Hält allerdings fest, dass sich bei Ferrari andere grundlegende Dinge ändern müssen. "Es gibt auch Personen über Fred", nimmt er die Bosse in Maranello in die Pflicht. "Der Rückstand, den wir haben, liegt schlicht beim Motor", nennt der siebenfache Formel-1-Weltmeister die Gründe für die Ergebniskrise.

Allerdings sieht Hamilton in der öffentlichen Wahrnehmung große Unterschiede im Vergleich zu anderen Teams. Der Brite gab sogar zu, dass ihn dieser Umstand extrem frustriert. "Entweder machen wir denselben Fehler oder wir sind nicht perfekt – und wir wissen, dass wir das nicht sind –, aber aus irgendeinem Grund wiegt das bei Ferrari zehnmal schwerer. Doch das ist auch zu erwarten, wenn man bedenkt, dass es hier die beste Marke ist. Sie ist mit Abstand die legendärste", so der 41-Jährige weiter.

Die Ablösegerüchte rund um Vasseur empfindet Hamilton als "respektlos". Viel mehr möchte er den Hebel dort ansetzen, wo seiner Meinung nach das Problem begraben ist. Die Struktur in Maranello sei teilweise in die Jahre gekommen. Hier müssten sich einige Sachen ändern, damit die "rote Göttin" zukünftig auch wieder um einen WM-Titel mitfahren kann.

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