Bei Durchsuchung
Frau hielt Krokodil auf Balkon
Wie die Regierung mitteilte, wurde das Reptil am Mittwoch auf dem Balkon der 35-Jährigen entdeckt. Die Polizei rief daraufhin die Gesellschaft zum Schutz vor Tierquälerei zu Hilfe, wie die Organisation mitteilte. Als die Experten eintrafen, versteckte sich das verletzte Tier unter verschiedenen Gegenständen, wurde aber schließlich mit einer Seilschlinge und einem Netz eingefangen.
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Das Reptil kam vorübergehend in die Obhut der Organisation. Einige Stunden später rückten Polizisten und Beamte der Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz am frühen Donnerstagmorgen an, um die Wohnung der Frau zu durchsuchen. Vor Ort stießen die Beamten laut Regierungsmitteilung auf weitere 63 Reptilien und Amphibien. Knapp die Hälfte davon seien gefährdete Tierarten gewesen, darunter bestimmte Eidechsen, Schildkröten und Schlangen wie eine Königsboa oder ein Tigerpython, hieß es.
Wie die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungsregion weiter mitteilten, gab die Frau an, Besitzerin der Tiere zu sein und diese zu Bildungszwecken gehalten zu haben. Weil sie jedoch keine Genehmigung für die Haltung der Tiere vorlegen konnte, nahm die Polizei sie wegen des Verdachts des illegalen Besitzes gefährdeter Tierarten fest.
Was der Verdächtigen nun droht
Der Frau drohen im schlimmsten Fall eine Geldstrafe bis zu zehn Millionen Hongkong-Dollar (derzeit etwa 1,12 Millionen Euro) und bis zu zehn Jahre Gefängnis. Die Behörden beschlagnahmten das Krokodil - laut ersten Ergebnissen wohl ein Salzwasserkrokodil - samt der knapp 30 gefährdeten Tierarten.
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