Am Ende wurde es ein Rückzug auf Raten. Nach einem rund vierstündigen Krisengipfel der SPÖ stand fest: SPÖ-Chef Andreas Babler übergibt Anfang 2027 das Vizekanzleramt an Finanzminister Markus Marterbauer, will aber Minister bleiben. Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher werden Babler vorerst als "Aufpasser" beigestellt, ehe er auch das Amt des Parteivorsitzenden abgibt.
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"Bis auf die Knochen blamiert"
FPÖ-Chef Herbert Kickl und FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz üben scharfe Kritik an der chaotischen SPÖ-Sitzung. Kickl schreibt auf seiner Facebook-Seite: "Ganz Österreich ist Augenzeuge: Nicht Babler und seine Marxisten sind unfähig, sondern alle, die den Zustand ändern wollten. Die Gewerkschafter und die SPÖ-Landesvorsitzenden haben sich bis auf die Knochen blamiert." Denn keiner der "neun Besserwisser" habe den "Mumm" gehabt, zu sagen: "Ich übernehme", so Kickl.
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Der Freiheitliche fragt sich: "Wie kann man eigentlich den Anspruch stellen, ein Land regieren zu wollen, wenn der eigene Laden im Chaos versinkt?"
Schnedlitz erklärte via Aussendung: „Was sich in diesem roten Marxisten-Stadl abspielt, ist ein unwürdiges Schauspiel auf dem Rücken der österreichischen Steuerzahler. Die SPÖ missbraucht unsere Republik als Rehaklinik für gescheiterte linke Träumer und Sesselkleber." Andreas Babler würde sich wie ein "Hausbesetzer an seine Posten" klammern, so der Freiheitliche.
Schnedlitz: Stocker darf "Kasperltheater" nicht länger zuschauen
Schnedlitz fordert nun jedenfalls Konsequenzen und appelliert an ÖVP-Chef und Bundeskanzler Christian Stocker: "ÖVP-Kanzler Stocker darf diesem Kasperltheater nicht länger tatenlos zuschauen, nur weil ihm sein eigener Kanzlersessel offenbar wichtiger ist als das Wohl unserer Heimat." Und: "Die Volkspartei muss diesem Wahnsinn sofort ein Ende bereiten und den Stecker ziehen!" Er fordert, dass der Kanzler die "Chaos-Koalition sofort beendet".
Stocker äußerte sich bereits am Sonntagabend zu den Vorgängen in der SPÖ: "Als Bundeskanzler ist es meine Aufgabe, für Stabilität zu sorgen. Für uns gilt das Regierungsprogramm, das wir weiter konsequent abarbeiten werden. Parteiinterne Diskussionen dürfen die Regierungsarbeit nicht beeinträchtigen. Alle Regierungsparteien müssen sich mit voller Kraft und Aufmerksamkeit dem Herbst der Ergebnisse widmen. Wir haben viel zu tun. Das reicht von der Reformpartnerschaft, über die Sozialhilfe-Reform und das Verbot des Politischen Islam bis zum Zukunftsdepot."
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