Venedig & Lignano

Falscher Aperol Spritz: So werden Italien-Touristen abgezockt

Zwei Gläser Aperol
© Getty Images/Westend61
Hinter Schnäppchenpreisen versteckt sich oft dreister Betrug mit billigen No-Name-Likören.
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Italien. In Venedigs beliebten Vierteln wie Cannaregio locken einige Bars neuerdings mit Aperol Spritz für unschlagbare 2,50 Euro – während der Standardpreis bei mindestens vier Euro liegt. Hinter den Tiefpreisen steckt ein dreister Betrug: Manche Lokale füllen billigen No-Name-Likör in original Markenflaschen um.

Echter Campari oder Aperol vier Mal so teuer

Während ehrliche Gastronomen wegen steigender Kosten zu Preiserhöhungen gezwungen sind und Kunden sie zu Unrecht der Abzocke bezichtigen, verschaffen sich die Betrüger einen unfairen Vorteil, schreibt die italienische Tageszeitung "Il Gazzettino". Handelsstadtrat Sebastiano Costalonga kritisiert die Praxis scharf, da echtes Campari oder Aperol bis zu viermal so viel wie Billigware kostet.

Nach Hinweisen griff die Stadtpolizei in einem Imbiss in der Salizada San Geremia durch. Die Beamten beschlagnahmten manipulierte Flaschen mit abgelösten Siegeln.

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Zudem deckten die Kontrollen verheerende Zustände auf: 2.000 Euro Strafe für rund 250 Lebensmittel ohne Herkunftsnachweis sowie katastrophale Hygienemängel mit Schmutz, fehlenden Fliesen und Ameisen auf der Küchentheke. Sieben Kilogramm betroffene Süßwaren wurden sofort vernichtet. Costalonga kündigte an, die strengen Kontrollen zum Schutz von Verbrauchern und Legalität fortzusetzen.

Vorfälle auch in Lignano

Auch im beliebten Badeort Lignano Sabbiadoro wurden die italienischen Behörden heuer bereits fündig, wie "Kleine Zeitung" berichtet. In zwei Lokalen wurden via Karton-Aufsteller und auch via Preisliste Aperol-Spritz versprochen, allerdings wurde ein billigeres Konkurrenzprodukt ausgeschenkt. Ein Glas kostete 10 Euro. Mit dem billigen Produkt wäre das Getränk um die Hälfte günstiger. Die Betriebe wurden von der Finanzpolizei angezeigt.

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