Insolvenz-Hammer

Ex-SPÖ-Gemeinderat schlittert mit seinen Lokalen in die Pleite

Ex-SPÖ-Gemeinderat Arsim Gjergji
© Facebook/Arsim Gjergji
Der ehemalige SPÖ-Gemeinderat Arsim Gjergji hat für seine Lokale "Eleven" in Graz und das Wirtshaus Gratkorn Insolvenz anmelden müssen.
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Laut "KSV1870" belaufen sich die vorläufigen Passiva auf rund 187.445,79 Euro. Als Gründe nennt Inhaber Gjergji Liquiditätsengpässe, den zeitlichen Rückstand bei den Jahresabschlüssen 2024 und 2025 sowie noch aufzuarbeitende Buchhaltung. Gegenüber der "Kleinen Zeitung" nannte er den Schritt "sehr schmerzhaft": "Die Branche ist aktuell einfach schwierig, da arbeitet man bis zu 17 Stunden am Tag und trotzdem ist nichts garantiert."

Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung

Das Insolvenzverfahren basiert auf einem Eigenantrag, wobei das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung läuft. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Helmut Horn in Graz bestellt. Trotz der schwierigen finanziellen Lage ist die Fortführung beider Gastronomiebetriebe beabsichtigt. Geplant sind diverse Reorganisationsmaßnahmen sowie die Zuführung zusätzlicher finanzieller Mittel durch Dritte.

So soll der Sanierungsplan finanziert werden

Finanziert werden soll der Sanierungsplan aus vorhandenen liquiden Mitteln, aus der laufenden Fortführung sowie durch Zuschüsse von dritter Seite. Die Insolvenzgläubiger sollen im Rahmen des Verfahrens insgesamt eine Quote von 30 Prozent erhalten. Eine erste Teilquote von 10 Prozent ist binnen 14 Tagen ab rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans zu bezahlen.

Julia Liszt von "Insolvenz Graz" fasst die Situation zusammen: "Der Insolvenzverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann."

Laut "Kleine Zeitung" ist Arsim Gjergji im Jahr 2021 für die SPÖ in den Grazer Gemeinderat eingezogen. Er hat allerdings für die neue Liste nicht mehr kandidiert.

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