Schuldspruch

Ex-Coach Pep reagiert auf Hammer-Urteil gegen ManCity

Ein Mann im Manchester City-Trikot hält die Premier League-Trophäe und lächelt.
© APA/AFP/OLI SCARFF
Pep Guardiola war zehn Jahre lang der Trainer von Manchester City. Nun reagiert der Katalane auf das Urteil gegen seinen Ex-Klub.
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Die Premier League erschüttert aktuell einer der größten Betrugsskandale aller Zeiten. Dominator Manchester City soll laut jahrelangen Ermittlungen zwischen 2009 und 2018 systematisch gegen die Finanzregeln des englischen Fußballs verstoßen haben. Der Verein wurde am Montag von der Liga für schuldig gesprochen.

In diesem Zeitraum übernahm Pep Guardiola den Cheftrainerposten des Klubs. Nun hat er angekündigt, dass er Manchester City weiter unterstützen wird. Der Katalane schreibt auf X (ehemals Twitter): "Ich möchte, dass jeder einzelne ManCity-Fan weiß, dass ich für euch da bin – mehr denn je. Ich stehe hinter meinem Verein, meinem Eigentümer, meinem Vorsitzenden, Ferran, den Spielern, den Mitarbeitern, Enzo und euch, unseren einzigartigen Fans – das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Lasst mich eines klarstellen: Wir werden das gemeinsam durchstehen. Ich liebe euch alle." Dahinter fügt er ein hellblaues Herz.

Über eine Milliarde Euro vor der Liga versteckt

Der Tripel-Sieger von 2023 soll durch Scheingeschäfte mit Sponsoren seine tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben verschleiert haben. Zudem hat ManCity seine Finanzlage gegenüber Prüfern sowie den Fußball-Behörden falsch dargestellt.

Die Kommission vermutet, dass der Verein somit ihre Einnahmen künstlich erhöht und Kosten gedrückt haben soll. In diesem Zeitraum soll ManCity über 900 Millionen Pfund (knapp über 1 Milliarde Euro) mit dieser Methode hinter den Rücken der Liga ausgegeben haben.

Der Klub hat während des vierjährigen Untersuchungszeitraums mehrfach versucht, die Ermittlung zu stören. Die Kommission hat dabei schwere Vorwürfe gegen Manchester City. Sie sollen die Premier League bei ihren Ermittlungen gezielt ausgebremst und wichtige Informationen versteckt haben.

"Bedeutendsten Disziplinarsache in der Geschichte der Liga"

Premier-League-Boss Richard Masters betont, dass es hierbei um die "bedeutendste Disziplinarsache in der Geschichte der Liga" handelt. Laut dem Urteil hat Manchester City über Jahre hinweg die Regeln der Liga systematisch hintergangen.

Noch bis Freitag hat der Verein Zeit, gegen die Entscheidung in Berufung zu gehen. Dies hat der Klub schon angekündigt. In seiner Stellungnahme zeigte sich der Verein "enttäuscht und überrascht". Sie seien laut eigener Angabe unschuldig. Geschäftsführer Ferran Soriano bezeichnete es als eine "Verschwörungstheorie der Premier League", die für den Schuldspruch verantwortlich sei.

"Der Klub muss eine schwere Strafe erhalten"

Der ehemalige City-Boss David Bernstein zeigt wenig Verständnis für seinen Ex-Klub. Gegenüber dem britischen Sender "BBC" forderte er: "Wenn sich all das bestätigt und die Berufung scheitert, kann Manchester City nicht in der Premier League bleiben. Der Klub muss eine schwere Strafe erhalten, die ihn aus der Premier League entfernt." Bernstein meinte: "Die Sanktionen dürfen sich nicht auf Geld beschränken. Geld bedeutet den Eigentümern aus Abu Dhabi nicht viel." Der 83-Jährige führte den Klub von 1998 bis 2003 als Vorsitzender.

Das Strafmaßnahm ist derzeit unbekannt und wird in einem gesonderten Verfahren bestimmt.

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