Vom Beet in die Küche
Es ist nicht zu spät: So legen Sie jetzt einen Kräutergarten an
Frische und aromatische Kräuter sind nicht nur in der Küche willkommen, sondern bringen auch Duft, Farbe und mediterranes Flair in den Garten oder auf den Balkon. Wer glaubt, im Frühjahr den idealen Pflanzzeitpunkt verpasst zu haben, kann beruhigt sein: Auch Mitte Juni lassen sich Kräuterbeete noch problemlos anlegen. Die warmen Temperaturen und der bereits erwärmte Boden bieten sogar beste Voraussetzungen für ein rasches Anwachsen der Pflanzen.
So gelingt der Kräutergarten
Wer jetzt mit dem Kräutergarten starten möchte, steht oft vor der Frage: Samen aussäen oder lieber fertige Pflanzen kaufen? Beides ist möglich. Für Kräuter wie Dill, Kerbel oder Koriander eignet sich die Direktsaat noch gut. Wer jedoch rasch ernten möchte, greift zu vorgezogenen Jungpflanzen aus Gärtnerei oder Gartencenter.
Der richtige Standort
Bei der Planung eines Kräuterbeets sollten die unterschiedlichen Ansprüche der Pflanzen berücksichtigt werden. Mediterrane Kräuter wie Thymian, Salbei, Rosmarin, Oregano und Lavendel bevorzugen sonnige Standorte und durchlässige, eher nährstoffarme Erde. Sie vertragen Trockenheit gut und entwickeln an warmen Plätzen ein besonders intensives Aroma. Petersilie, Schnittlauch, Dill oder Kerbel benötigen dagegen etwas mehr Feuchtigkeit und nährstoffreicheren Boden. Als Geheimtipp für sonnige Standorte gilt das Graue Heiligenkraut. Der mediterrane Halbstrauch überzeugt mit silbrig-grauem Laub und würzigem Aroma.
Beet & Schnecke
Im klassischen Gartenbeet können Kräuter sowohl dekorativ als auch praktisch angeordnet werden. Höhere Arten wie Dill, Fenchel oder Zitronenmelisse gehören in den Hintergrund, kompaktere Kräuter wie Salbei, Oregano oder Petersilie in die Mitte. Thymian eignet sich hervorragend als niedrige Randbepflanzung. Eine Kräuterschnecke bietet zudem die Möglichkeit, auf kleinem Raum verschiedene Feuchtigkeits- und Sonnenzonen zu schaffen und damit unterschiedlichen Kräutern optimale Bedingungen zu bieten.
Auch Hochbeete sind für den Kräuteranbau ideal. Sie ermöglichen rückenschonendes Arbeiten, erwärmen sich rasch und lassen sich gut strukturieren. Wichtig ist eine gute Drainage, damit keine Staunässe entsteht. Übrigens: Kräuter und Blumen lassen sich wunderbar miteinander kombinieren, wenn man im Beet mehr Farbe und Abwechslung möchte. Zwischen Rosmarin, Thymian oder Salbei gepflanzt sorgen Blütenpflanzen wie Ringelblumen, Kapuzinerkresse oder Lavendel für zusätzliche Farbakzente.
Balkon
Wer keinen Garten besitzt, kann auf Balkon oder Terrasse eine kleine Kräuteroase anlegen. Balkonkästen und Töpfe bieten ausreichend Platz für Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Minze, Oregano oder Thymian. Minze sollte dabei einen eigenen Topf erhalten.
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