Ansage an Putin
Erstes NATO Land erlaubt Abschuss ohne Sichtkontakt
Das Eindringen "verdächtiger Flugobjekte" ist an der polnischen Grenze zum Alltag geworden. Die russischen Provokationen nehmen zu, vor kurzem drang ein russischer Hubschrauber in den polnischen Luftraum ein. Polen reicht es, jetzt wird die Gangart gegen Russland deutlich verschärft.
Radardaten reichen bald aus
Bisher war der Abschuss streng geregelt, jetzt soll es im Ernstfall deutlich schneller gehen. So darf bald ein verdächtiges Flugobjekt bereits dann abgeschossen werden, wenn eine "positive Identifizierung" stattgefunden hat. Soll heißen: ein polnischer Kommandant kann den Abschuss künftig auf Basis von Radardaten beschließen, die bloße Einflugrichtung oder die Reaktion auf Freund-Feind Kennungssignale sein. Ein Sichtkontakt wie bisher soll nicht mehr nötig sein.
Die neue Gangart sei eine Reaktion auf die russische Vorgehensweise und die Lehren die man aus dem Ukrainekrieg gezogen hat. Das berichten Medien heute in Berufung auf die polnische Nachrichtenagentur PAP.
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"Eigentlich nur im Kriegsfall üblich"
Eine ungewöhnliche Flugbahn oder eine verweigerte Transponder Antwort reichen für sich genommen nicht für einen Abschuss aus. Künftig soll dass durch die neuen Regelungen aber deutlich vereinfacht werden. Im Ernstfall könnte man ein ziviles mit einem militärischen Flugzeug verwechseln, warnen Beobachter. Der stellvertretende polnische Verteidigungsminister Cezary Tomczyk (42) sprach von einem "Novum" innerhalb der NATO. Solche Gesetze seien eigentlich nur für den Kriegsfall oder im Ausnahmezuständen üblich. Tomczyk betonte aber, man habe Sicherheitsvorkehrungen getroffen, so dass der Abschuss ziviler Flugzeuge ausgeschlossen werden kann.
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