Virus in Europa
Erster Ebola-Fall in Frankreich offiziell bestätigt
Das französische Gesundheitsministerium gab den Fall am heutigen Mittwoch offiziell bekannt. Der betroffene Mediziner wurde unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in ein Krankenhaus transportiert und dort isoliert, wobei der genaue Aufenthaltsort aus Sicherheitsgründen nicht genannt wurde. Die Behörden haben umgehend damit begonnen, mögliche Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Diese müssen nach den aktuellen Vorgaben für drei Wochen in häusliche Quarantäne gehen. Für die europäische Bevölkerung wird das allgemeine Ansteckungsrisiko von Fachleuten weiterhin als gering eingestuft.
Keine Impfung gegen Variante
Derzeit grassiert in Afrika die sogenannte Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die es aktuell weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Die Übertragung von Ebola erfolgt ausschließlich durch den direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten, wobei bis zu 40 Prozent der Erkrankten sterben. Der Zustand des infizierten Arztes in Frankreich wird von den Behörden derzeit als stabil beschrieben. Im Mai war bereits ein infizierter US-Arzt aus der DR Kongo in die Berliner Charité gebracht und Anfang Juni gesund entlassen worden.
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Hunderte Tote in Afrika
Es ist das erste Mal seit Beginn der jüngsten Epidemie, dass das Virus außerhalb des afrikanischen Kontinents nachgewiesen wurde. In der Demokratischen Republik Kongo liegt die Zahl der bestätigten Infektionen laut offiziellen Angaben bei knapp 1100, wobei fast 280 Menschen ums Leben kamen. Betroffen ist vor allem die Provinz Ituri, in der zudem ein bewaffneter Konflikt tobt, was die Arbeit in den ohnehin überlasteten Behandlungszentren erschwert. Das Virus breitete sich auch auf Uganda aus, wo die WHO bisher 20 Infektionen und zwei Todesfälle registrierte.
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