Erpfi-Alarm: Ernte eingebrochen

Saftige Erdäpfel.
© APA
Hitze, Dürre und Drahtwurm: Nur 468.000 Tonnen kommen heuer aus der Erde. Die Bauern schlagen Alarm.
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Die heimische Erdäpfelernte schrumpft dramatisch. Nach 813.000 Tonnen im Vorjahr schätzt die Statistik Austria heuer nur noch 468.000 Tonnen, ein normales Jahr bringt rund 700.000. Der Regen im September kommt zu spät.

Zusätzlich frisst der Drahtwurm Löcher in die Knollen. Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Lorenz Mayr sagt: „Wo Wasser fehlt, können wir Bäuerinnen und Bauern selbst mit bestem Know-how keine Erträge herbeizaubern."

Bauern vor dem Aus

Die Lage ist dramatisch: 40 Prozent der Betriebe wollen ihre Anbaufläche reduzieren, elf Prozent steigen ganz aus, wenn es keine Mittel gegen den Drahtwurm gibt.

IGE-Obmann Michael Bachl fordert faire Preise: Heimische Ware darf nicht von billigen Importen verdrängt werden. Sein Appell an die Kunden: „Auch kleinere Knollen schmecken genauso gut wie große."

Wasser als Zukunftsfrage

Mayr verlangt eine langfristige Wasserstrategie bis hin zur überregionalen Infrastruktur. Die Bauern fordern außerdem praxistaugliche Pflanzenschutzmittel.

Brisanter Hintergrund: Unter den Gekündigten sind viele Mitarbeiter, die dem Lagerhaus seit Jahren die Treue halten.

Für sie geht es jetzt um alles: ihre berufliche und finanzielle Zukunft.

Industrieviertel im Visier

Vor allem „unrentable" Standorte im Industrieviertel trifft es offenbar zuerst. Konkret: Ternitz und Aspang!

Kaum ist also der Wirbel um Ardo verklungen, droht schon die nächste Hiobsbotschaft für die Landwirtschaft.

Der Tiefkühlproduzent kündigt die Schließung seines Werks in Groß-Enzersdorf an und sorgt damit für Aufregung. Jetzt folgt das nächste Desaster für den heimischen Agrarsektor.

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