Extremes Phänomen

El Niño überschreitet erstmals die Marke von 30 Grad

Glühende Hitze
Ein historischer Wärmerekord im Pazifik deutet darauf hin, dass sich der aktuelle El Niño zu einem extremen Super-Ereignis mit weltweiten Folgen entwickelt.
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In der Niño-3.4-Region im zentralen und östlichen Pazifik stieg die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur erstmals auf über 30 Grad. Mit Stand 5. Oktober lag der Wert mit 3,39 Grad über dem Schnitt von 1991 bis 2020 – ein Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen – oe24 berichtete.

Grafik zeigt die Auswirkungen von El Nino auf Meeresströmungen und Wetter im Pazifikraum.
Erklärung, Strömungen und Windrichtungen im Pazifikraum, Folgen von El Nino © APA

Experte spricht von Super-Ereignis

Laut dem Klimaphysiker Helge Gößling (Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven) habe es eine solche Temperatur seit Beginn der Messungen und ziemlich sicher auch lange davor noch nie gegeben. Man könne "mittlerweile klar von einem außergewöhnlichen 'Super'-Ereignis sprechen", zitiert "Bild" den Forscher.

Selbst die extremen Entwicklungen der Jahre 1997 und 2015 fielen zu dieser Jahreszeit um mehr als ein Grad kühler aus.

Auswirkungen des El Niño Phänomens

Die Weltwetterorganisation (WMO) rechnet global mit überdurchschnittlichen Temperaturen sowie Dürren und Starkregen durch verschobene Niederschläge. Zwar lassen sich die Rekorde des Pazifiks nicht einfach für Österreich ablesen, aber es drohen hierzulande indirekte Folgen wie etwa durch gestörte Lebensmittelimporte infolge von Ernteausfällen.

Der Erwärmungstrend soll sich weiter verstärken und laut WMO im Dezember seinen Höhepunkt erreichen. WMO-Chefin Celeste Saulo betont, dass das Phänomen rasch an Stärke gewinnt. Aktuellen Berechnungen zufolge könnte dieser El Niño zu den stärksten seit mindestens 1950 gehören.

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