Wirbel um Talent
Droht dem DFB der Verlust eines Bayern-Juwels?
Ein überraschender diplomatischer Vorfall sorgt derzeit für erhebliche Unruhe im deutschen Fußball-Bund. Der kosovarische Botschafter in Deutschland überreichte dem hochtalentierten Bayern-Nachwuchsspieler Erblin Osmani einen kosovarischen Reisepass und verkündete dessen Verbandswechsel, obwohl eine endgültige Entscheidung noch ausstehen soll.
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Botschafter verkündet Verbandswechsel vorzeitig auf Instagram
Der Vorgang um eines der am höchsten gehandelten Talente des FC Bayern München ist äußerst ungewöhnlich. Faruk Ajeti, der Botschafter der Republik Kosovo in Deutschland und Dänemark, veröffentlichte auf seinem offiziellen Instagram-Kanal ein Foto, das ihn gemeinsam mit dem defensiven Mittelfeldspieler zeigt. Auf dem Bild ist zu sehen, wie der Diplomat dem jungen Fußballer einen kosovarischen Reisepass übergibt. Die begleitenden Worte des Botschafters ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Er sprach von einer besonderen Ehre und verkündete stolz, dass das Bayern-Talent künftig für die Nationalmannschaft des Kosovo auflaufen werde.
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Diese offensive Ankündigung sorgte beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) umgehend für Alarmbereitschaft. Der gebürtige Münchner hat nämlich seine bisherige gesamte fußballerische Ausbildung in Deutschland absolviert und durchlief erfolgreich die Junioren-Nationalmannschaften des DFB. Erst im vergangenen Jänner stand er für die deutsche U17-Auswahl in zwei wichtigen Testspielen gegen Portugal auf dem Platz, die mit einer knappen Niederlage und einem Sieg endeten. Aus dem Umfeld des Spielers ist jedoch zu hören, dass entgegen den euphorischen Aussagen des Botschafters noch keine endgültige Entscheidung über seine sportliche Zukunft getroffen wurde. Der Erhalt des Passes diente demnach primär dazu, sich alle Optionen für die Zukunft offenzuhalten.
Kometenhafter Aufstieg beim FC Bayern unter Vincent Kompany
Dass der Kampf um den defensiven Mittelfeldakteur so erbittert geführt wird, liegt an seiner herausragenden sportlichen Entwicklung beim deutschen Rekordmeister. In der laufenden U19-Saison zeigte er in seinen bisherigen Einsätzen starke Leistungen und konnte bereits ein Tor sowie zwei Torvorlagen beisteuern. Diese Entwicklung blieb auch der sportlichen Führung der Profis nicht verborgen.
Der Cheftrainer des FC Bayern, Vincent Kompany, holte das Mittelfeld-Juwel in den vergangenen Monaten regelmäßig in das Training der Kampfmannschaft. Am 21. März folgte schließlich der vorläufige Höhepunkt seiner noch jungen Karriere: Beim klaren 4:0-Erfolg der Bayern in der Bundesliga gegen Union Berlin feierte er sein vielbeachtetes Debüt im Profifußball. Um das Ausnahmetalent langfristig an den Verein zu binden, statteten ihn die Bayern-Bosse im Juli mit einem langfristigen Vertrag aus, der bis zum Jahr 2029 läuft und sich mit dem Erreichen seiner Volljährigkeit automatisch in einen hochdotierten Profivertrag umwandelt.
Die schwere Entscheidung zwischen zwei Nationalteams
Die kommenden Länderspielpausen im Herbst dürften mehr Klarheit darüber bringen, für welches Land das Bayern-Talent künftig auflaufen wird. Dem Spieler stehen zwei völlig unterschiedliche sportliche Wege offen, die beide ihren ganz eigenen Reiz haben.
Die beiden Optionen des Bayern-Juwels im direkten Vergleich:
- Der Weg für den Kosovo: Ein Wechsel zum kosovarischen Verband würde ihm eine deutlich schnellere Perspektive in der A-Nationalmannschaft bieten. Er könnte dort sofort zum absoluten Leistungsträger und Fanliebling aufsteigen und das Heimatland seiner Eltern auf internationaler Bühne repräsentieren.
- Der Verbleib beim DFB: Der Verbleib im deutschen System unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp ist sportlich ungleich schwerer und erfordert viel Geduld. Allerdings bietet er langfristig weitaus bessere Aussichten auf die Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften sowie den Gewinn großer internationaler Titel.
Bislang haben sich weder der Spieler selbst noch sein Management öffentlich zu dem brisanten Thema geäußert. Der DFB wird im Hintergrund zweifellos versuchen, das Münchner Eigengewächs von einem Verbleib in den deutschen Auswahlteams zu überzeugen. Ein Verlust dieses Spitzentalents wäre ein herber Dämpfer für die Nachwuchsarbeit des deutschen Verbandes.
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