Nach FIFA-Knall

Diese Länder stehen weiter hinter Infantino

FIFA-Boss Gianni Infantino
© Anadolu via Getty Images
Die Kritik an Gianni Infantino wird immer lauter – doch längst nicht alle haben dem FIFA-Boss den Rücken gekehrt. Während zahlreiche Verbände ihre Unterstützung entziehen, hält eine Gruppe von Ländern dem Schweizer weiter die Treue.
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Gianni Infantino kämpft wenige Monate vor der FIFA-Präsidentenwahl um seine Zukunft. Nachdem sein umstrittener Plan, Anteile an FIFA-Wettbewerben an private Investoren zu verkaufen, gescheitert ist, wächst die Kritik am Schweizer.

Vor allem aus Europa kommt Gegenwind. Die UEFA hat Infantino das Vertrauen entzogen, auch England, Wales, Schweden, Finnland und Serbien unterstützen den 56-Jährigen nicht länger. Der englische Verband fordert sogar weitreichende Reformen an der Spitze des Weltfußballs.

Ganz allein steht Infantino dennoch nicht da. Laut The Athletic zählen Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Libanon, Sri Lanka und Bhutan weiterhin zu seinen Unterstützern. Auch Marokko und Ägypten sollen hinter dem FIFA-Präsidenten stehen.

Wahl-Showdown im März

Im März fällt die Entscheidung: Dann stimmen die 211 FIFA-Mitgliedsverbände über den Präsidenten ab. Für eine Wiederwahl benötigt Infantino mindestens 106 Stimmen. Während vor wenigen Wochen noch alles auf eine vierte Amtszeit hindeutete, ist das Rennen inzwischen wieder völlig offen. Als mögliche Herausforderer gelten CONCACAF-Präsident Victor Montagliani, PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi und FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström.

Kann Infantino vorzeitig abgesetzt werden?

Die FIFA-Statuten sehen mehrere Wege vor. So können mindestens 20 Prozent der Mitgliedsverbände – das entspricht 43 Nationen – einen außerordentlichen FIFA-Kongress beantragen und dort über die Absetzung des Präsidenten abstimmen lassen.

Eine weitere theoretische Möglichkeit wäre ein Verfahren der unabhängigen Ethikkommission. Diese könnte Ermittlungen aufnehmen, falls Verstöße gegen den FIFA-Ethikkodex vorliegen. Da derzeit jedoch keine konkreten Vorwürfe dieser Art im Raum stehen, gilt dieses Szenario als wenig wahrscheinlich. Am realistischsten bleibt daher eine Niederlage bei der Wahl im März. Sollte sich ein Gegenkandidat durchsetzen und die Mehrheit der Stimmen sichern, wäre Infantinos Amtszeit beendet.

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