Jobs weg

Auto-Krise: Zulieferer schlittert in Pleite

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Die Krise der deutschen Autoindustrie trifft den Zulieferer Hess plastics hart. Der Kunststoff-Spezialist hat Insolvenz angemeldet, wodurch rund 290 Arbeitsplätze akut in Gefahr sind.
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Der Geschäftsbetrieb bei der Karl Hess GmbH & Co. KG läuft trotz des Antrags beim Amtsgericht Siegen Ende Juli weiter. Für die Mitarbeiter der 1950 gegründeten Firmengruppe, die insgesamt 550 Beschäftigte zählt, sind die Löhne und Gehälter vorerst über das Insolvenzgeld abgesichert. Das Unternehmen stellt Kunststoffteile her, die vor allem in den Branchen Auto, Elektronik und Haushaltsgeräte zum Einsatz kommen.

Suche nach einem rettenden Investor

Der vorläufige Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis von der Kanzlei Anure verhandelt derzeit intensiv mit Geschäftspartnern, Kunden sowie Lieferanten. Nach seinen Angaben ist eine langfristige Sicherung des Betriebs und der Beschäftigten nur mit einem Investor möglich. Es gebe zwar durchaus Chancen, für eine belastbare Aussage sei es derzeit jedoch schlicht noch zu früh. Der Experte verweist darauf, dass das Unternehmen über moderne Produktionskapazitäten und hohe Entwicklungskompetenz verfüge. Erste Gespräche mit Interessenten laufen bereits.

Einbruch bei der wichtigen Automobilbranche

Das Geschäft mit Auto-Herstellern macht etwa drei Viertel des gesamten Umsatzes aus. In diesem zentralen Bereich ist die Nachfrage der Kunden zuletzt besonders deutlich eingebrochen. Konkrete Zahlen zum Umsatzrückgang nennt die Insolvenzverwaltung nicht, da es sich hierbei um betriebsinterne Daten handelt.

Hohe Kosten belasten die Produktion

Zusätzlich geriet der Betrieb durch gestiegene Preise für Energie und Rohstoffe unter Druck, was die energieintensive Kunststoffproduktion stark erschwerte. Vor dem Gang zum Amtsgericht versuchte die Geschäftsführung gegenzusteuern, indem sie die Verwaltung verschlankte, Personal abbaute, Kosten reduzierte und unrentable Projekte beendete. Die gesetzten Schritte reichten jedoch nicht aus, um die Krise abzuwenden.

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