Konzert-Überraschung

Deep Purple geigten in Wien mit Lidia Baich auf

Ein älterer Mann singt auf einer Bühne mit Mikrofon und farbigem Bühnenhintergrund.
© Thomas Zeidler
Am Montag zündeten Deep Purple in der Stadthalle ihr auch schon 50. Österreich-Konzert. 9.000 Fans und Lidia Baich feierten mit.
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Lautes Jubiläum für Deep Purple in Wien. Am Montag zündeten die Hardrock-Giganten nämlich ihr bereits 50. (!) Österreich-Konzert. 9.000 Fans feierten in der Stadthalle mit, beim auch schon 12. Stopp in der größten Halle des Landes, wo man anno 1971 beim "British Superstar Festival" erstmals auftrat. Drei der Haudegen von damals - Sänger Ian Gillan, Bassist Roger Glover und Schlagzeuger Ian Paice - waren auch jetzt wieder mit dabei und zündeten eine über 100-minütige Rock-Orgie, bei der auch Lidia Baich aufgeigen durfte.

Vom Opener "Highway Star", der schon 1973 als Startschuss in der Stadthalle am Programm stand, bis zum traditionellen Finale "Black Night" lieferten Purple in Wien eine Non-Stop-Jam-Session, die auch mit Elementen des Blues („Lazy Sod“), Freejazz-Fusion („Diabolo“) und Powerballaden („Sometimes I Feel Like Screaming“) punktete. Sowie etwas gar ausufernden Ansagen über Katzen, Dolly Parton oder Whiskey.

Ein älterer Mann steht auf einer Bühne im bunten Licht und hebt beide Arme an.
© Thomas Zeidler
Drei Musiker auf einer Bühne, einer singt, einer spielt Geige, einer E-Gitarre.
Deep Purple & Lidia Baich in der Wiener Stadthalle © Thomas Zeidler

Mit Hauptaugenmerk auf das neue Album "Splat!", mit dem man im Juli knapp hinter Madonna auf Platz 2 der Austria Top 40 stürmte, und den 1972er-Klassiker "Machine Head", zog sich Gillan, der auch mit 81 noch immer jeden Ton perfekt trifft, überraschend oft für Verschnaufpausen zurück. Da übernahmen Gitarrist Simon McBride und Keyboarder Don Airey mit ausgiebigen Soli das Kommando. Auch mit dem "Donauwalzer", bei dem zur Überraschung der 9.000 Fans sogar Lidia Baich an der Geige mitspielte.

Bühnenbild der Band Deep Purple mit feurigem Logo im Hintergrund bei einem Livekonzert.
© Thomas Zeidler
Frau in glitzerndem Kleid spielt eine Violine auf einer beleuchteten Bühne.
© Thomas Zeidler

Nach einer Stunde der Improvisationen zündete man als erstes Highlight die ebenfalls von Baich begleitete Hymne "Perfect Strangers", mit der man in den 80er-Jahren den 2. Frühling des legendären "Mark II"-Line-ups feierte. Noch mehr Jubel gab es nach "Space Truckin’" um 22.16 Uhr, als McBride, der seit 2022 bei Purple auf den Spuren von Ritchie Blackmore in die Saiten drischt, das berühmteste aller Gitarren-Riffs anstimmte: "Smoke On the Water“! Mehr als 55 Jahre alt, über 2.280-mal (!) live gespielt, im Oktober 1973 immerhin auf Platz 11 der österreichischen Hitparade und noch immer der absolute Bringer.

Begeisterte Deep Purple-Fans jubeln und fotografieren in der ersten Reihe bei einem Konzert.
© Thomas Zeidler

Ein Song für die Ewigkeit - mit hunderten Handys für die Ewigkeit festgehalten. Was danach kam, war für viele nur mehr Draufgabe: Der Neo-Hit „Guinnesis", das sich längst von Purple einverleibte Joe-South-Cover "Hush" und das traditionelle Schluss-Furioso, dem Ian Gillan noch die gesungenen Abschiedsworte "Good night. I see you in my dreams!" draufsetzte.

Zwei Deep Purple Musiker spielen Bass und Schlagzeug auf einer Bühne, das Bandlogo ist sichtbar.
© Thomas Zeidler

In Summe ein Rock-Leckerbissen, der den Legenden-Status noch weiter festigte. Deep Purple waren, sind und bleiben ewige Konzertgiganten. Diesmal sogar verstärkt durch Lidia Baich.

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