Mythos erklärt

Darum bringen Ventilatoren bei Hitze nichts

Junge Frau liegt erschöpft auf dem Bett, ein Ventilator steht im Vordergrund.
© Getty Images
Ein Ventilator kühlt den Raum nicht wirklich ab.
OE24 auf Google bevorzugen

Wenn die Temperaturen im Sommer auf 35 oder sogar 40 Grad steigen, laufen in vielen Haushalten die Ventilatoren auf Hochtouren. Doch wer glaubt, damit die Raumtemperatur zu senken, irrt. Ein Ventilator kühlt den Raum nicht ab, sondern sorgt lediglich dafür, dass die vorhandene Luft in Bewegung bleibt.

Die eigentliche Kühlwirkung entsteht nur am Körper. Trifft der Luftstrom auf die Haut, verdunstet Schweiß schneller. Dadurch wird dem Körper Wärme entzogen, weshalb sich die Umgebung angenehmer anfühlt – obwohl die Raumtemperatur unverändert bleibt.

Nur Klimaanlage hilft wirklich

Ist es draußen heißer als in der Wohnung, kann ein geöffnetes Fenster den Effekt sogar verschlechtern, weil zusätzliche warme Luft ins Zimmer strömt. Wer die Hitze möglichst lange draußen halten möchte, sollte daher tagsüber Fenster geschlossen halten und Räume erst in den kühleren Abend- oder Nachtstunden lüften.

Wer Innenräume tatsächlich spürbar abkühlen möchte, kommt meist um eine Klimaanlage nicht herum. Das zeigt sich auch an der steigenden Nachfrage: Die Produktion von Klimageräten ist in Österreich in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen, ebenso die Importe. Angesichts immer häufigerer Hitzewellen setzen viele Haushalte inzwischen auf technische Kühlung statt auf reine Luftzirkulation.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden