Commodore Callback
Commodore kündigt Klapphandy ohne Social Media an
Commodore bringt das ideale Handy gegen Doomscrolling und Social Media an den Markt. Das Retro-Klapphandy Callback 8020 soll nicht nur ein Handy aus den 90er Jahren sein, sondern sich irgendwo zwischen einem Featurephone und einem modernen Smartphone wiederfinden.
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Per Fractic, CEO von Commodore, erklärt: "Handys machten Spaß. Dann wurden sie zu schlau – zu ihrem eigenen Schaden und zu unserem. Vor drei Jahren, kurz bevor ich Vater wurde, führte ich ein ehrliches Gespräch mit mir selbst und erkannte, dass ich, wie so viele von uns, süchtig nach meinem Handy war."
Retro-Unternehmen bringt Retro-Gerät auf dem Markt
Er wechselte auf ein Android-Klapphandy. Dann kam ihm der Geistesblitz: Es fehlt ein Handy, das nicht zu dumm, aber auch nicht zu schlau ist. Fractic: "Und wie passend, dass ein Unternehmen, dessen Stern in den 90er Jahren verblasste, gerade jetzt, in der Y2K-Ära, zurückkehrt – genau zu dem Zeitpunkt, an dem so viele von uns wieder nach genau dieser einfacheren Technik greifen."
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Das Gerät besitzt keine Social Media und keinen Browser. E-Mail-Clients oder Messenger-Dienste sucht man vergeblich. Commodore hat sich dafür einen eigenen Begriff überlegt: "Mindful Friction". Also bewusste Reibungspunkte, die das Leben etwas entschleunigen sollen.
Kein Webbrowser und Social-Media-Apps
Um das komplette 90er-Erlebnis zu bekommen, wird der Touchscreen ausgeschaltet. Nur bei WhatsApp macht Commodore eine Ausnahme. Die App ist vorinstalliert. Zum Schock fast aller jungen Menschen bekommt das Gerät eine T9-Texteingabe. Die Buchstaben werden durch Drücken der Zifferntasten eingegeben. Die Wörter werden mithilfe eines Wörterbuchs vervollständigt.
Als Betriebssystem dient Linux. In Zusammenarbeit mit dem finnischen Unternehmen Jolla wurde es angepasst. Die meisten Android-Anwendungen sollen auf dem System laufen. Aber ein Problem gibt es: Webbrowser und Social-Media-Apps werden auf dem Systemlevel blockiert. Commodore erklärt: "E-Mail- und Arbeits-Apps werden nicht über den Commostore-App-Store angeboten, sodass sich Callback ganz auf das Leben außerhalb der Arbeit und auf Feeds konzentriert."
Hardware schwach
Die Sperre kann nicht umgangen werden, so offizielle Unterlagen. Laut dem "Standard" soll es nicht ganz so streng werden. Sideloading soll offenbar möglich sein.
An der Hardware vom Callback wurde gespart. Der Mediatek Helio G81-Prozessor stammt aus dem Jahr 2020 und gehörte damals zur Mittelklasse. Das Gerät besitzt 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB internen Speicher. Das Unternehmen betont: "Callback soll kein iPhone 18 Pro Max sein. Es ist auf das Wesentliche ausgelegt, nicht auf das endlose Sammeln von Apps." Auf 5G müssen Kunden ebenfalls verzichten. Es wird nur 4G angeboten. Dafür ist das Gerät sparsam und verbraucht weniger Strom. Der Akku soll mehrere Tage durchhalten.
FM-Radio statt Spotify
Soundtechnisch wird auf eine "audiophile" Retro-Lösung in Form von Chips von ESS und Cirrus Logic gesetzt. ESS entwickelte die Sprachsynthese in Commodore-Spielen wie Ghostbusters und Impossible Mission.
Bei den Klingeltönen werden über Soundchips des Commodore 64 verfügen und sind eine kleine Hommage an die Commodore-Geschichte. Der Hersteller verspricht, dass die Kunden in den ultimativen Musikgenuss kommen werden. Spotify befindet sich nicht auf dem Gerät, aber ein integrierter FM-Radio.
50 Euro Rabatt für Vorbesteller
Das Klapphandy-Design soll eine bewusste "Bremsschwelle für den Geist" sein. Sobald das Handy zugeklappt wird, ist die Interaktion abgeschlossen. Es herrscht Ruhe und kein endloses Scrollen. Für Benachrichtigungen gibt es nur Status-LEDs. Dadurch sollen die Nutzer nicht verleitet werden, das Handy ständig aufzuklappen. Der Frontbildschirm zeigt nur das Datum, die Uhrzeit und den Ladestatus des Akkus.
Die Hauptkamera verfügt über 48 MP und kommt von Sony. Eine Frontkamera für Videocalls gibt es auch. Der Akku und die Rückseite können wie damals einfach getauscht werden. Die Vorbestellungen starten ab dem 30. Juni. Das Gerät wird regulär stolze 431,75 Euro (ohne Steuern) kosten. 50 Euro Rabatt erhalten Vorbesteller. Die Geräte erscheinen in Weiß, Silber, Beige, Gold oder in einem transparenten Gehäuse im Retro-Look.
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