Auf dem Pariser Autosalon feiert eine französische Automobil-Ikone ihre offizielle Wiederauferstehung als leistbarer Stromer. Mit der seriennahen Studie des "2CV Concept" gibt Citroën einen konkreten Ausblick auf ein neues Serienmodell, das bis 2028 für rund 15.000 Euro auf den Markt rollen soll.
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Hommage an das historische Original von 1948
Der legendäre Citroën 2CV war über Jahrzehnte hinweg das Auto einer ganzen Generation und galt weltweit als unverwechselbares Symbol für Freiheit, Erschwinglichkeit und Minimalismus auf vier Rädern. Bekannt unter der historischen Devise "vier Räder unter einem Regenschirm", eroberte das liebevoll "Ente" getaufte Fahrzeug ab 1948 die Straßen rund um den Globus. Nun knüpft der französische Hersteller direkt an diese Tradition an und transformiert das geschichtsträchtige Konzept in das Zeitalter der modernen Elektromobilität.
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Die neue Studie orientiert sich dabei optisch eng an den typischen Konturen des legendären Vorbilds, setzt jedoch auf zeitgemäße Proportionen. Mit einer Gesamtlänge von 3,76 Metern ist der moderne Kleinwagen exakt neun Zentimeter kürzer geraten als die Ur-Version aus dem Jahr 1948.
Folgende markante Designmerkmale prägen die Karosserie des Retro-Modells:
- Klassische Linienführung: Die geschwungene, gewölbte Dachsilhouette und die charakteristisch abgerundeten Kotflügel wurden nahtlos übernommen.
- Typische Front-Optik: Frei stehende Rundscheinwerfer dominieren die Frontpartie des elektrischen Newcomers.
- Traditionelles Verdeck: Ein händisch aufrollbares Stoff-Faltdach ermöglicht offenes Fahrvergnügen bei jedem Schönwetter.
- Historische Akzente: Sichtbar montierte Scheibenwischer an der Frontscheibe und robuste 18-Zoll-Stahlräder unterstreichen den rustikalen Charme.
- Heck-Details: In den hinteren Dachsäulen sitzen wie damals schmale, vertikale Blinkleuchten.
Zahlreiche Reminiszenzen an die historische Ur-Ente
Unter dem Blechkleid des Showcars steckt weit mehr historische DNA, als man auf den ersten Blick vermuten würde. So haben die Akustik-Ingenieure dafür gesorgt, dass Hupe und Elektromotor beim Anfahren ganz bewusst an den typischen Sound des alten Zweizylinder-Boxermotors erinnern. Selbst der legendäre Eier-Test aus der Entwicklungsphase der 1930er-Jahre wurde eins zu eins aufgegriffen: Die Staufächer in den Türen sind exakt so geformt, dass rohe Eier während der Fahrt garantiert unversehrt bleiben.
Weitere verspielte Details spiegeln den humorvollen Charakter des Fahrzeugs wider:
- Auf den Pedalen im Fußraum sitzen Symbole von Hase und Schildkröte, die als intuitive Kennzeichnung für Gas und Bremse dienen.
- Auf der Windschutzscheibe prangt der Zahlencode "48/90/26", welcher für das ursprüngliche Premierenjahr 1948, das Produktionsende 1990 und das aktuelle Premierenjahr der Neuauflage steht.
- Am Heck befindet sich ein digitales Kennzeichen, das auf einfachen Knopfdruck die weltweiten Kosenamen des Fahrzeugs wie "Ente", "Deux Chevaux" oder "Tin Snail" einblendet.
Minimalistisches Cockpit mit Comic-Design und herausnehmbarer Bank
Im Innenraum verabschiedet sich Citroën konsequent von überladenen Armaturenbrettern moderner Pkw. Stattdessen setzt das Fahrzeug auf eine zentrale Zylinder-Einheit mit einem quadratischen 8-Zoll-Display, auf dem liebevolle Comic-Grafiken des bekannten Zeichners Jean-Luc Delvaux die Bedienung visualisieren. Ein klassisches Einspeichenlenkrad und ein modernes Smart-Vision-Display, das fahrrelevante Daten direkt ins Blickfeld des Fahrers spiegelt, runden die Steuerzentrale ab. Für eine stimmungsvolle Innenraumbeleuchtung sorgt eine integrierte Lichterkette am Dachhimmel.
Besonders flexibel zeigt sich das Gestühl: Die breiten Sitzbänke sind mit traditionellen Karomustern bezogen und ruhen auf sichtbaren Rohrrahmen. Die vordere Sitzbank lässt sich mit wenigen Handgriffen komplett aus dem Fahrzeug herausnehmen, um bei Ausflügen oder Pausen als bequeme Picknickbank im Freien genutzt zu werden. Für die musikalische Untermalung sorgt das modulare Audiosystem "Radioën" – ein integriertes Radio, das ebenfalls entnommen und abseits des Autos als tragbare Musikbox betrieben werden kann.
Geringes Gewicht ermöglicht günstige Batteriepreise
Den Schlüssel zur angestrebten Erschwinglichkeit sehen die französischen Entwickler im radikalen Leichtbau. Dank der gewichtsoptimierten Konstruktion wiegt das kompakte Elektroauto lediglich rund eine Tonne.
Dieses geringe Gesamtgewicht wirkt sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit des Stromers aus: Da deutlich weniger Masse bewegt werden muss, kommt der Wagen mit einem merklich kleineren und damit kostengünstigeren Batteriepaket aus, ohne an alltagstauglicher Reichweite einzubüßen. Mit dem angepeilten Einstiegspreis von rund 15.000 Euro will Citroën bis 2028 beweisen, dass moderne Elektromobilität für jedermann leistbar sein kann.
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