Militär

China schickt Panzer zu Russen-Manöver

Mehrere Männer in Anzügen und traditionellen Gewändern stehen nebeneinander bei einer Konferenz.
© APA/AFP/POOL/KRISTINA SOLOVYOVA
Russland und China bauen ihre militärischen Beziehungen weiter aus. Bei dem Großmanöver "Tsentr 2026" trainierten mehr als 47.000 Soldaten den gemeinsamen Einsatz von Panzern und Drohnen.
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China hat für das russische Großmanöver "Tsentr 2026" schwere Waffen in die Region Tscheljabinsk gebracht. Von Montag bis Samstag trainierten dort mehr als 47.000 Soldaten aus mehreren Staaten. An dem Manöver waren neben Russland und China unter anderem Belarus, Pakistan, Kirgisistan, die Mongolei sowie Tadschikistan beteiligt. Die Einheiten der chinesischen Volksbefreiungsarmee waren mit Typ-99A-Kampfpanzern, Drohnen, Hubschraubern und unbemannten Bodenfahrzeugen ausgerüstet, wie die "South China Morning Post" (SCMP) berichtet. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, bei der Übung teile man auch Erfahrungen aus dem Krieg gegen die Ukraine.

Schwere Ausrüstung aus Fernost

Peking schickte seine Soldaten über mehrere Transportwege per Straße, mit der Bahn und auf dem Luftweg nach Russland. Nach der Ankunft begannen zunächst gemeinsame Vorübungen. Dabei ging es um Aufklärung, das Räumen von Hindernissen, koordinierte Angriffe und die Versorgung Verwundeter. Erst danach startete der eigentliche operative Teil des Manövers. Trainiert wurden Gefechtsschießen, Angriffe aus mehreren Richtungen und die schnelle Verfolgung eines fliehenden Gegners.

Moderne Technik im Test

Die staatliche chinesische Zeitung "Global Times" berichtet, dass Pekings Typ-99A-Panzer gemeinsam mit Drohnenschwärmen eingesetzt wurden. Die Drohnen übermittelten Zieldaten an die Bodentruppen, woraufhin verschiedene Systeme ihre Angriffe auf Übungsziele abstimmten. Laut "SCMP" kamen zudem Geran-4- und Geran-5-Drohnen, Sarja-Lasersysteme, das Raketensystem Isdelije 347, elektronische Kampfführung, Systeme zur Drohnenabwehr sowie mobile Sturmgruppen mit Präzisionswaffen zum Einsatz.

Panne bei Putins Truppenbesuch

Am Freitag beobachtete Russlands Präsident Wladimir Putin die Übung auf dem Truppenübungsplatz Tschebarkul. Dort traf er nach Angaben russischer Staatsmedien auch ausländische Militärattachés. Am selben Tag wurde der Kremlchef Zeuge einer missglückten Vorführung neuer Militärtechnik. Der unbemannte russische Panzer "Schturm" verlor mehrfach die Steuerverbindung und blieb schließlich im Schlamm stecken. Damit sich das Fahrzeug überhaupt bewegen konnte, musste ein Fahrer einsteigen.

Vertiefung der militärischen Kooperation

Chinas Armee konnte bei der Großübung testen, wie schnell sie Personal und schwere Ausrüstung in unbekanntes Gelände verlegt und dort versorgt. Hinzu kam das gemeinsame Training mit russischen Truppen, die in den vergangenen Jahren Kampferfahrung im Angriffskrieg gegen die Ukraine gesammelt haben.

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