6+3-Modell

Bundesheer-Einigung: Längere Wehrpflicht fix

Österreichische Soldaten üben Kampf im Stellungssystem auf einem Truppenübungsplatz im Wald.
© APA/HANS KLAUS TECHT
Die Regierung verkündet beim Sommer-Ministerrat am Montag, dass beim Grundwehrdienst ab 2027 nach den 6 Monaten künftig noch 3 Monate Übungen angehängt werden.
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Die Regierung leitet mit der neuen Wehrpflicht, die beim Sommerministerrat am Montag in einer Salzburger Kaserne präsentiert wurde, die erste große Reform seit 20 Jahren (damals wurde der Wehrdienst verkürzt) ein. Grundlage dafür ist der im Jänner präsentierte Bericht der Wehrdienstkommission. Sie hatte eine Verlängerung des Grundwehrdienstes empfohlen. Diese kommt jetzt.

Insgesamt 9 Monate im Bundesheer

Die Regierung verkündet beim Sommer-Ministerrat am Montag, dass beim Grundwehrdienst ab 2027 nach den 6 Monaten künftig noch 3 Monate Übungen angehängt werden.

Außerdem steigt das Gehalt der Grundwehrdiener auf 1.000 Euro im Monat. Erstmals bekommen sie auch Urlaubstage!

Beim Zivildienst werden nach 9 Monaten noch 2 Monate Übungen angehängt. Im ersten Jahr sind die Übungen für Zivildiener freiwillig. Melden sich aber zu wenig Menschen als Grundwehrdiener, wird der Zivildienst verpflichtend auf 11 Monate verlängert.

2025 leisteten mit jeweils rund 15.000 wehrpflichtigen Männern nahezu gleich viele Grundwehr- wie Zivildiener ihren Dienst ab. Nach einer internen Schätzung des Bundesheers absolvierten seit der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht 1955 rund zwei Millionen Grundwehrdiener ihren Dienst. Seit 1975 gab es mehr als 450.000 Zivildiener.

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