Schrumpft weiter

Bodensee auf Rekordtiefstand

Boote liegen bei niedrigem Wasserstand auf trockenem Boden im Hafen von Mannenbach-Salenstein.
© APA/KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der Bodensee hat bei Konstanz einen neuen Rekordtiefstand erreicht. Die Häfen trocknen aus und der Schifffahrt drohen Einschränkungen.
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Der Bodensee schrumpft immer weiter. Im Hafen von Konstanz beträgt der Wasserpegel weniger als 290 Zentimeter. Ein neuer Rekordtiefstand. Verglichen zum langjährigen Durchschnitt ist dies ein Minus von 129 Zentimetern.

Im Vorjahr lag der Wasserstand mit etwa 393 Zentimetern deutlich höher. Der bisherige Negativrekord wurde im Jahr 2022 gemessen und wurde nun deutlich unterschritten. Damals betrug der Pegel 326 Zentimeter. Experten vermuten, dass der Wasserpegel weiter sinken könnte.

Zwei Gründe für den Negativrekord

Laut der "Schwäbischen Zeitung" ist vor allem die anhaltende Trockenheit und eine negative Wasserbilanz für den Negativrekord verantwortlich. Die Zuflüsse liefern derzeit sehr wenig Wasser in den See. Dafür fließt mehr über den Seerhein ab. Zudem verdunstet an heißen Tagen noch mehr Wasser.

Entlang des Untersees sind Folgen schon klar sichtbar. Einige Häfen liegen trocken. Für Fischer im Hochrhein wird die Lage auch immer schwieriger. Gegenüber der Zeitung "Blick" erklärte ein Einheimischer, dass selbst im Hitzesommer 2003 die Lage nicht so angespannt war wie heute. Ebenfalls befürchten Anrainer, dass einige Kursschifffahrten vor dem Aus stehen, so "20min".

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