"In zwei Wochen"

Bauernregel warnt vor frühem Kälteeinbruch

Ein Traktor fährt im Nebel über ein verschneites Feld bei Sonnenaufgang.
© Getty Images/iStockphoto
"Wird in zwei Wochen Winter sein …" Eine alte Bauernregel warnt vor einem frühen Kälteeinbruch.
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Am Dienstag steht laut dem Wetterdienst "GeoSphere Austria" ein sehr sonniger und spätsommerlich warmer Tag bevor. Morgendliche Nebelfelder, besonders inneralpin und im Süden, lösen sich rasch auf, und die Sonne scheint danach nahezu ungestört. Mit Höchstwerten von 20 bis 27 Grad zeigt sich das Wetter von seiner wärmsten Seite. Genau dieses Wetter birgt laut solchen überlieferten Sprüchen jedoch eine Warnung vor einem Kälteeinbruch.

Sonnenwetter bringt frühen Winter

Der sogenannte Michaelistag, benannt nach dem Erzengel Michael, war früher einer der wichtigeren Lostage für die Bauern. Das Wetter an diesem Tag sollte Hinweise auf den bevorstehenden Winter liefern. Die bekannteste Bauernregel dazu lautet: "Gibt Michaeli Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein." Scheint die Sonne, soll demnach schon Mitte Oktober der Winter Einzug halten. Neben dieser Prognose gibt es weitere Sprüche: "Regnet‘s am Michaelistag, folgt milder Winter nach."

Hitze bleibt vorerst bestehen

Auch in den Tagen nach dem Dienstag bleiben die Temperaturen mit bis zu 28 Grad warm. Von Winterwetter ist vorerst nirgends die Rede. Früher halfen die Sprüche Landwirten als praktischer Anhaltspunkt, um sich rechtzeitig auf die Kälte vorzubereiten, doch heute ist ihr Wahrheitsgehalt umstritten. Die Bauernregel entstand zu einer Zeit ohne wissenschaftliche Wettervorhersage. Die Klimakrise verändert zudem Wettermuster spürbar und macht Zusammenhänge unberechenbar.

Moderne Meteorologie statt Sprüchen

Aus heutiger Sicht lassen sich derartige Wettersprüche nicht als verlässliches Instrument nutzen. Seriöse Wetterprognosen reichen kaum weiter als etwa zehn Tage in die Zukunft. Selbst bei vergleichsweise aussagekräftigen Regeln, etwa rund um den Siebenschläfertag im Juni, stützt sich die Meteorologie nie auf einen Einzeltag, sondern auf mehrwöchige Betrachtungszeiträume. Belastbare Aussagen über den gesamten Winter lassen sich im Oktober noch nicht ableiten.

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