Mit dieser drastischen Warnung sorgt Hannes Royer, Bio-Bergbauer und Gründer, im "Mindgames"-Podcast für Aufsehen. In Folge 117 spricht er über die Versorgung mit österreichischen Erdäpfeln und die Herausforderungen für die heimische Landwirtschaft.
"Uns gehen die österreichischen Erdäpfel aus", warnt Royer. Wegen der Trockenheit gebe es zu wenige Kartoffeln. Im Jänner oder Februar könnten die heimischen Vorräte aufgebraucht sein. Auch die Tatsache, dass bestimmte Pflanzenschutzmittel nicht mehr eingesetzt werden dürften, spiele laut dem Landwirt eine Rolle.
Erst zu viele Erdäpfel, jetzt droht der Engpass
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Besonders drastisch: Noch vor einiger Zeit habe es zu viele Kartoffeln gegeben. Tausende Tonnen mussten laut Royer entsorgt werden – und das aufwendig und teuer, etwa in Biogasanlagen. Nun habe sich die Lage durch die Bedingungen in der Natur verändert, sodass Österreich plötzlich zu wenige Erdäpfel zur Verfügung haben könnte.
Sollte die heimische Ware tatsächlich knapp werden, könnte das auch für große Abnehmer zum Problem werden. Royer verweist dabei auf McDonald’s: Dessen Kunden würden schließlich weiterhin Pommes erwarten.
Norddeutsche Kartoffeln als mögliche Lösung
Gleichzeitig sieht Royer in der europäischen Zusammenarbeit eine wichtige Chance. Anhand eines Beispiels erklärt er, warum ein gemeinsamer Wirtschaftsraum gerade bei Wetter- und Klimaproblemen von Vorteil sein kann: Wenn die Ernte in Österreich schlecht ausfällt, könnten andere Regionen aushelfen.
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So könnte es etwa sein, dass es in Norddeutschland ausreichend geregnet hat und dort genügend Erdäpfel geerntet werden konnten. In diesem Fall könnte Österreich auf Kartoffeln aus der Region zurückgreifen. Das Beispiel soll zeigen, wie wichtig es ist, dass sich die Länder innerhalb der EU gegenseitig unterstützen können.
Royer fordert mehr Unterstützung für Österreichs Bauern
Trotzdem spricht sich Royer dafür aus, zuerst die heimische Landwirtschaft zu stärken. Österreichische Bauern könnten das Land grundsätzlich versorgen – wenn die Bedingungen passen. Bei extremen Wetterlagen sei es aber sinnvoll, auf andere Regionen Europas zurückgreifen zu können.
Seine Botschaft: Österreich sollte die eigene Landwirtschaft unterstützen und zugleich die Vorteile des europäischen Binnenmarkts nutzen. Ob es ab Februar 2027 tatsächlich zu einem Pommes-Engpass kommt, hängt allerdings von der weiteren Versorgungslage ab.
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