Kein Ersatzverkehr
Bim-Chaos perfekt: Autos bremsen Öffis aus
Seit Mitte Juli sind gleich mehrere wichtige Straßenbahnstrecken in Wien unterbrochen. Grund dafür sind Gleisarbeiten auf der Währinger Straße, die voraussichtlich bis Ende August dauern. Konkret betroffen sind die Linien 5, 12, 37, 38, 40, 41 und 42. Dadurch fährt zwischen Josefstädter Straße und Franz-Josefs-Bahnhof keine Bim. Für etliche Fahrgäste bedeutet das längere Wege und zusätzliche Umstiege. Besonders Pendler, ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität müssen oft deutliche Mehrbelastungen in Kauf nehmen.
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Für Ärger unter den Betroffen sorgt vor allem der Umstand, dass keine Ersatzbusse eingesetzt werden. Während Fahrgäste große Umwege nehmen müssen, wird der Pkw- und Lkw-Verkehr um die Baustelle herumgeleitet - was eine Bevorzugung des Autoverkehrs mit sich bringt. Verkehrsexperte Hermann Knoflacher verriet dem Kurier jedoch, dass auf den betroffenen Straßenzügen durchaus ausreichend Platz vorhanden wäre, um Schienenersatzverkehre einzurichten.
Die Bauarbeiten erstrecken sich über einen 500 Meter langen Abschnitt im Bereich Währinger Straße/Nußdorfer Straße. Während die oben genannten Straßenbahnlinien umgeleitet oder verkürzt geführt werden, wurden parallel dazu an einzelnen Kreuzungen sogar Ampelschaltungen angepasst, um den Verkehrsfluss für Autos zu verbessern.
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