Lazarsfeld-Umfrage

41 Prozent! FPÖ erstmals stärker als alle drei Regierungsparteien

Ein Mann spricht gestikulierend bei einer Veranstaltung mit zwei Mikrofonen vor rotem Hintergrund.
© APA/ERWIN SCHERIAU
Das SPÖ-Chaos reißt die ganze Koalition mit: ÖVP, SPÖ und NEOS kommen in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage zusammen nur noch auf 40 Prozent und liegen damit bereits hinter der FPÖ.
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Das Chaos um den Rückzug von Andreas Babler stürzt die SPÖ in ein historisches Umfrage-Loch: In der aktuellen Sonntagsfragen-Hochrechnung der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (1.000 Befragte, 5.10.-6.10.) kommt die SPÖ mit nur noch 14% auf den schlechtesten Wert ihrer Geschichte. Innerhalb von nur einer Woche verlieren die Roten damit 3%.

ÖVP, SPÖ und NEOS gemeinsam nur noch bei 40%, erstmals hinter FPÖ

Balkendiagramm mit aktuellen Umfragewerten österreichischer Parteien, FPÖ führt mit 41%.
Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft (1.000 Befragte, 5.10.-6.10.) © oe24

Bablers Chaos-Abgang hat aber nicht nur auf seine eigene Partei verheerende Auswirkungen, sondern wirkt sich negativ auf die gesamte Koalition aus. Die ÖVP kommt auf 20% (-1), die NEOS auf 6% (-1). Damit erreichen alle drei Regierungsparteien gemeinsam überhaupt nur noch 40 Prozent - so wenig wie überhaupt noch nie seit ihrem Antritt!

Besonders dramatisch für die Ampel-Koalition: Da die FPÖ erstmals die 40%-Marke knackt und mit 41% (+3%) ein neues Rekordergebnis einfährt, liegen ÖVP, SPÖ und NEOS zusammen bereits hinter den Blauen.

Grüne in Schlagdistanz zur SPÖ, KPÖ im Parlament

Auch Grüne und KPÖ profitieren vom SPÖ-Absturz: Die Grünen sind mit 12% bereits innerhalb der Schwankungsbreite gleichauf mit der SPÖ. Die KPÖ würde mit 4 Prozent den Einzug in den Nationalrat schaffen.

Marterbauer kein Umfrage-Turbo für SPÖ

Balkendiagramm zeigt FPÖ mit 39 %, gefolgt von ÖVP 18 % und SPÖ 16 % bei einer Sonntagsfrage.
Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft (1.000 Befragte, 5.10.-6.10.) mit Marterbauer als SPÖ-Spitzenkandidat. © oe24

Auch ein Spitzenkandidat Markus Marterbauer kann die SPÖ derzeit nicht aus dem Tal der Tränen retten: Mit Marterbauer käme die SPÖ zwar immerhin auf 16% (2% besser als mit Babler), liegt damit aber weiterhin nur auf Platz 3 hinter der ÖVP (18%) und meilenweit hinter der FPÖ (39%). Zumindest die Grünen könnte eine Marterbauer-SPÖ in Schach halten: Sie wären mit 10% klar auf Platz 4. Die KPÖ würde bei einem Antreten Marterbauers den Einzug ins Parlament verpassen.

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