Polit-Aufreger

393.972 € Steuergeld für Studie über rechtsextreme Mode

Junge Menschen bei einer Demonstration mit Deutschlandfahnen, einer trägt ein „Germania“-T-Shirt.
© Getty Images (Symbolbild)
Eine Studie über rechtsextreme Mode wurde mit fast 400.000 Euro Steuergeld gefördert. Das Ergebnis: Das Stil von Rechtsextremen reicht von Polohemden bis Streetwear.
OE24 auf Google bevorzugen

Von Bomberjacke und Springerstiefeln hin zu Polohemden und "Old Money"-Stil. Ein Forschungsteam um die Kulturwissenschafterin Elke Gaugele untersuchte in den letzten Jahren die aktuelle Rolle der Mode für die extreme Rechte in Europa und den USA. Für die Studie wurde eine Förderungssumme von 393.972 € bewilligt. Projektstart war im bereits Herbst 2023, also noch unter Türkis-Grün. Über die Förderungen entscheidet aber ohnehin das FWF-Kuratorium, das sich aus 69 Referentinnen und Referenten sowie den Mitgliedern des FWF-Präsidiums zusammensetzt.

Modeforscherin Gaugele gab im APA-Interview jedenfalls bereits erste Ergebnisse bekannt. So seien rechtsextreme Stile "extrem parasitär". Denn: "Sie beruhen auf Kopieren und Klauen". Daher würden sich die Kleidungsstile auf beiden Seiten des politischen Spektrums auch ähneln. Oft ließen sie sich nur über bestimmte Zeichen - etwa Haarschnitte oder Symbole - unterscheiden.

Die Stile reichen von Streetwear mit Kapuzenpullover und sportlicher Kleidung bis hin zur "Old Money"-Ästhetik mit subtilen, dezenteren Kleidungsstücken wie etwa Polohemden.

Insgesamt sei rechtsextreme Mode von einer Durchschnittsperson nur noch dann als solche zu erkennen, wenn Symbole präsent getragen werden.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden