Verdientes Remis

2:2 - Iran verpasst Sieg nach Wirbel gegen Neuseeland

Iran's midfielder #08 Mohammad Mohebbi and New Zealand's goalkeeper #01 Max Crocombe fight for the ball during the 2026 World Cup Group G football match between Iran and New Zealand at Los Angeles Stadium in Inglewood on June 15, 2026. (Photo by Patrick T. Fallon / AFP)
© APA/AFP/PATRICK T. FALLON
Nach dem Wirbel um die US-Einreise holt der Iran bei seinem WM-Auftakt in einer ereignisreichen Partie ein 2:2-Unentschieden gegen Neuseeland.
OE24 auf Google bevorzugen

In der WM-Gruppe G sorgte Neuseeland gegen den Iran lange für eine Überraschung. Die All Whites gingen in Los Angeles gleich zweimal in Führung, die favorisierten Iraner fanden jedoch jeweils eine Antwort und hielten mit einem 2:2 zumindest einen Punkt fest. Für beide Teams blieb die Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg damit weiter offen.

+++ Das Spiel im LIVE-TICKER zum Nachlesen +++

Vor mehr als 70.000 Zuschauern erwischten die Neuseeländer den besseren Start. Der Außenseiter versteckte sich keineswegs und schlug mit dem ersten gefährlichen Angriff zu. Chris Wood und Sarpreet Singh kombinierten sich durch die iranische Defensive, Elijah Just nahm den Ball im Strafraum stark mit und traf zum 1:0 (7.). Die frühe Führung gab den All Whites zusätzliches Selbstvertrauen.

Der Iran tat sich zunächst schwer, ins Spiel zu finden. Zwar hatte die Mannschaft von Amir Ghalenoei mehr Ballbesitz, klare Torchancen blieben aber Mangelware. Erst nach rund 20 Minuten wurde es gefährlich. Mehdi Taremi zog aus der Distanz ab und setzte den Ball an den Außenpfosten (23.). Die Aktion wirkte wie ein Weckruf für die favorisierten Asiaten.

Iran erhöht den Druck

In der Folge erhöhte der Iran den Druck. Neuseeland brachte sich im Spielaufbau immer wieder selbst in Schwierigkeiten und lud den Gegner zu Ballgewinnen ein. Der Ausgleich fiel schließlich nach einer unübersichtlichen Szene im Strafraum. Nachdem Shahriar Moghanlou zunächst noch am Abschluss gehindert worden war, reagierte Ramin Rezaeian am schnellsten und traf zum 1:1 (32.). Der Treffer war zu diesem Zeitpunkt verdient.

Iran gegen Neuseeland


1 / 7

© APA/AFP/ETIENNE LAURENT

© APA/AFP/PATRICK T. FALLON

© APA/AFP/ETIENNE LAURENT

Offener Schlagabtausch nach der Pause

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie abwechslungsreich. Der Iran kam mit viel Schwung aus der Kabine und drängte auf die Führung. Moghanlou verfehlte das Tor nur knapp (52.), weitere Abschlüsse sorgten für Betrieb vor dem neuseeländischen Strafraum. Doch mitten in diese Drangphase hinein schlug Neuseeland erneut zu.

+++ Alle News zur Fußball-WM finden Sie HIER auf dem oe24-WM-Channel +++

Wieder war Just die zentrale Figur. Nach einem Doppelpass mit Wood tauchte der Offensivspieler frei vor dem Tor auf und ließ Schlussmann Alireza Beiranvand beim 2:1 (55.) keine Chance. Der Außenseiter war damit erneut auf Kurs Überraschung.

Die Antwort des Iran folgte diesmal allerdings rasch. Rezaeian, der bereits den ersten Treffer erzielt hatte, schlug eine präzise Flanke in den Strafraum. Mohammad Mohebi stieg am höchsten und köpfelte den Ball zum 2:2 (64.) über den Innenpfosten ins Netz.

Beide Teams verpassten den Lucky Punch

In der Schlussphase war beiden Mannschaften anzumerken, wie wichtig ein Sieg zum WM-Auftakt gewesen wäre. Der Iran verzeichnete zwar mehr Ballbesitz und suchte immer wieder den Weg nach vorne, die Neuseeländer verteidigten jedoch konsequent und blieben bei Gegenstößen gefährlich. Vor allem Just und Wood sorgten weiterhin für Unruhe in der iranischen Defensive.

Proteste vor Irans WM-Auftakt


1 / 6

© APA/AFP/PATRICK T. FALLON

© APA/AFP/ETIENNE LAURENT

© APA/AFP/PATRICK T. FALLON

Auf der Gegenseite fehlte den Asiaten die letzte Präzision. Taremi musste nach Krämpfen vorzeitig vom Feld, frische Kräfte sollten noch einmal neue Impulse bringen. Doch weder der Iran noch Neuseeland konnten die Entscheidung erzwingen. So blieb es bei einem Remis, das den Spielverlauf widerspiegelte. Während die Iraner ihre spielerischen Vorteile nicht in einen Sieg ummünzen konnten, durfte sich Neuseeland nach einer engagierten Vorstellung über einen verdienten Punktgewinn freuen. In einer Gruppe mit Belgien und Ägypten könnte dieser Zähler für beide Mannschaften im Kampf um das Sechzehntelfinale noch von großer Bedeutung sein.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden