Neuer Vierter
2:1 - Ried dreht Krimi gegen WSG Tirol
Die SV Ried hat am Samstagnachmittag in Innsbruck ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Bundesliga-Saison eingefahren. Trotz eines frühen Rückstands setzten sich die Oberösterreicher bei der WSG Tirol mit 2:1 durch und schoben sich damit in die Top Fünf der Tabelle.
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Vor heimischem Publikum erwischte die WSG Tirol einen Auftakt nach Maß. Trainer Philipp Semlic konnte auf Stürmer Nikolai Baden Frederiksen zurückgreifen, der trotz vorangegangener Knöchelprobleme rechtzeitig fit geworden war. Der Angreifer stellte seine Torgefährlichkeit bereits nach zwei Spielminuten unter Beweis, als er Ried-Torhüter Andreas Leitner mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel prüfte. Der Rieder Kapitän reagierte glänzend und rettete per Fußabwehr.
In der achten Minute war der SVR-Schlussmann jedoch geschlagen: Nach einem Freistoß aus gut 25 Metern zirkelte Baden Frederiksen den Ball platziert ins Rieder Gehäuse. Leitner war mit den Fingerspitzen zwar noch am Ball, konnte den Einschlag zur Tiroler Führung aber nicht mehr verhindern.
Doppelpack vor der Pause
Die Antwort der Innviertler ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nach einer Viertelstunde ging es im Tiroler Strafraum turbulent zu: WSG-Verteidiger David Gugganig kam gegen Evan Eghosa Aisowieren deutlich zu spät und brachte den Rieder Angreifer zu Fall. Schiedsrichter Julian Weinberger entschied ohne Zögern auf Foulelfmeter. Routinier Stefan Schwab übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 15. Minute sicher zum 1:1-Ausgleich.
Das Spiel entwickelte sich in der Folge zu einem offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Rieder Goalie Andreas Leitner musste erneut sein ganzes Können aufbieten, um Einschläge durch Michael Olakigbe und einen weiteren gefährlichen Versuch von Baden Frederiksen in der 39. Minute zu vereiteln. Kurz vor dem Pausenpfiff schlugen dann die Gäste zu: Philipp Pomer kam mit etwas Ballglück an das Leder und überwand WSG-Keeper Salko Hamzic in der 43. Minute mit einem gefühlvollen Lupfer zur 2:1-Pausenführung.
VAR nimmt Rieder Treffer zurück
Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag: Nur wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff versenkte Aisowieren eine Vorlage von Ante Bajic zum vermeintlichen 3:1 für Ried im Netz. Die Jubelgesänge der mitgereisten Fans wurden jedoch jäh gestoppt, da die Video-Überprüfung (VAR) eine knappe Abseitsposition des Torschützen aufdeckte und Schiedsrichter Weinberger dem Treffer die Anerkennung verweigerte.
In der 65. Minute verhinderte WSG-Schlussmann Salko Hamzic mit einer Parade gegen einen strammen Distanzschuss von Fabian Rossdorfer die Vorentscheidung. In der Schlussphase warfen die Wattener alles nach vorne, bissen sich an der tief stehenden und vielbeinigen Rieder Defensive jedoch die Zähne aus.
Mit diesem Auswärtssieg verbessert sich die SV Ried mit elf Zählern auf das Punktekonto und nimmt vorerst Kurs auf die obere Tabellenhälfte. Für die WSG Tirol hingegen hält der Negativtrend an: Die Semlic-Elf bleibt bei acht Punkten stehen und wartet nun schon seit drei Runden auf einen vollen Erfolg. Am kommenden Spieltag gastiert die WSG beim Wolfsberger AC, während auf die Rieder das schwere Heimspiel gegen die Wiener Austria wartet.
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