Krisenfolgen

1,5 Mio. Österreicher haben Einkommensverluste

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Laut Statistik Austria hat knapp ein Viertel der Bevölkerung zum Teil deutlich weniger Geld zur Verfügung als im Vorjahr
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Der lange Krieg in der Ukraine, der US-Angriff auf den Irak - die Österreicherinnen und Österreicher haben unter der Politik von Wladimir Putin und Donald Trump mehr als nur ein bisschen zu leiden. Laut einer brandaktuellen Erhebung der Statistik Austria ist knapp ein Viertel der Bevölkerung stark betroffen. Es gibt aber auch Licht im Dunkel.

Hier die wichtigsten Fakten:

23 % mit weniger Einkommen

In den ersten drei Monaten dieses Jahres sagen 23 % der Befragten – hochgerechnet etwa 1,5 Millionen Menschen –, in den vergangenen zwölf Monaten Einkommensverluste erlitten zu haben. Hauptsächlich betroffen: Menschen mit niedrigen Einkommen. Aber: 33 % der Befragten geben an, heuer mehr Geld zu haben - 2025 lag dieser Wert allerdings noch bei 43 %.

700.000 kommen nicht mit ihrem Geld aus

Vielleicht noch dramatischer: Hochgerechnet etwa 703.000 Menschen (11 %) geben an, dass sie Schwierigkeiten hatten, mit ihrem Einkommen auszukommen. Dieser Anteil ist aber im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben.

34 % sehen Verschlechterung

Im 1. Quartal 2026 gaben 34 % der 18- bis 74-Jährigen an, dass sie (viel) schlechter mit dem Haushaltseinkommen zurechtkamen als noch ein Jahr zuvor. Besonders häufig berichteten Personen mit Einkommensverlusten von einer Verschlechterung (70 %). Als Grund hierfür wurden insbesondere die gestiegenen Ausgaben für Lebensmittel sowie Energie- und Wohnkosten genannt.

Wohnkosten steigen - vor allem für Ein-Personen-Haushalte

Hauptgrund für Belastungen: das Wohnen. So gaben 16 % der Befragten an, dass sie durch Wohnkosten finanziell stark belastet waren. Vulnerable Personengruppen berichteten im Vergleich zur Gesamtbevölkerung indes von einer deutlich höheren Wohnkostenbelastung. Am stärksten betroffen sind Personen aus Ein-Eltern-Haushalten, von denen rund 32 % eine erhebliche Belastung verspürten.

Österreicher sind pessimistisch

Auch im ersten Quartal 2026 blickten die Befragten mit Skepsis auf die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich. 57 % der 18- bis 74-Jährigen gingen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage in Österreich in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird. Der Anteil negativer Erwartungen ist gegenüber dem Vorjahr (64 %) jedoch zurückgegangen. Gleichzeitig erwarteten 12 % der Befragten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.

Sorge um Budget und Sparpakete

Die Österreicherinnen und Österreicher rechnen zudem mit einem harten Sparkurs: 30 % der Befragten gehen davon aus, dass sich staatliche Unterstützungen im Folgejahr verringern werden, während nur 5 % eine Verbesserung erwarten.

Allerlei Sparideen

Und wo soll gespart werden? Nur nicht bei sich selbst: 74 % der Befragten sprechen sich für höhere Gewinnsteuern für Unternehmen aus; Vermögens- und Erbschaftssteuern für die reichsten 10 % der Bevölkerung werden – je nach konkreter Ausgestaltung – von 58 % bis 61 % befürwortet. Deutlich weniger Zustimmung erhalten Maßnahmen, die breite Bevölkerungsschichten direkt betreffen würden.

Jnd

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