Neuer Höchststand:

Fast 80 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht

Lesbos Flüchtlinge
© Symbolbild (APA/AFP/ARIS MESSINIS)
Das sind zehn Millionen Menschen mehr als noch im Jahr 2018.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Zahl der Menschen, die sich weltweit auf der Flucht befinden oder vertrieben wurden, hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Ein Prozent der Menschheit - 79,5 Millionen Menschen - ist bzw. sind Opfer von Vertreibung, wie ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) zeigt. Das sind um fast zehn Millionen mehr als noch im Vorjahr.

Der "besorgniserregende" Anstieg ist laut UNHCR einerseits auf die Situation in vielen Konfliktgebieten - insbesondere der Demokratischen Republik Kongo, der Sahelzone, im Jemen und in Syrien - zurückzuführen. So dauert etwa der Krieg in Syrien mittlerweile bereits neun Jahre und hat 13,2 Millionen Menschen zu Flüchtlingen, Asylsuchenden und Binnenvertriebenen gemacht. Das allein ist ein Sechstel der weltweiten Gesamtzahl.

Andererseits ist die Zahl der vertriebenen Venezolaner in den vergangenen Jahren stark gestiegen und konnte im "Global Trends Report 2019" erstmals "besser abgebildet" werden, erklärte das UNHCR. Viele der 3,6 Millionen geflüchteten Venezolaner seien zwar weder als Flüchtlinge noch als Asylsuchende registriert, weshalb sie in der Statistik auch extra ausgewiesen werden, sie bräuchten aber ebenso Schutz, betonte die UNO-Flüchtlingsorganisation.

Fast 80 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht
© oe24

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden